01.05.2026 – Tokio: Sushimaker, Marsmission & Izakaya-Meeting

09:00 Uhr: Da habe ich doch genau den richtigen Tag herausgesucht. Es regnet in Strömen, aber ich mache mich jetzt auf zu meinem Event, welches drinnen stattfindet.

Das nenne ich schon wieder einen Service. Ich bin gerade an der Rezeption von meinem Hotel vorbeigekommen und habe gleich einen Regenschirm erhalten. Da kann ich meinen in der Tasche lassen.

Auch wenn ich jetzt 30 Minuten unterwegs bin, ist das Event gefühlt um die Ecke. Ich kann mir deswegen Zeit lassen, da dieses auch erst um 10 Uhr losgeht. Ich gehe aber davon aus, dass ich auch schon eher in die Räumlichkeiten komme.

Super, ich bin schon angekommen und erfahre auch gerade, dass ich heute der einzige Teilnehmer bin. Na dann wird das doch heute ein gemütlicher Austausch werden. Ich freue mich darauf.

Von diesem Event habe ich im Übrigen über mein Businessnetzwerk erfahren. Und natürlich war ich erfreut darüber, dass es so etwas wieder in Tokio gibt. Bei meinem zweiten Besuch 2015 nahm ich an einem ähnlichen Event teil. Doch heute lerne ich mal wirklich, wie man Sushi und Ramen zubereitet.

Wow, alles ist schon vorbereitet und wir können gleich starten. Zuerst erhalte ich eine Übersicht dazu, was wir heute eigentlich machen. Aber am meisten freue ich mich natürlich darüber, dass ich dieses Event auch alleine durchführen konnte. So etwas ist nicht immer üblich. Die meisten Events dieser Art haben eine Mindestteilnehmeranzahl.

Risa-san und Junka-san sind heute meine beiden Chefköchinnen, die mich anleiten werden. Das Event wird insgesamt drei Stunden dauern. Aber zuerst einmal müssen wir den Sud für das Ramen ansetzen. Ich darf gleich an den Kochtopf und alle Zutaten einwerfen, die natürlich schon perfekt vorbereitet sind. Whoa, ich hätte nicht gedacht, dass dies nur so wenig sind.

Weiter geht’s mit Sushi. Oder, Moment mal, jetzt gibt es erst einmal einen Quiz. Da kommt mir doch die Sushi-Folge gelegen, die ich vor Kurzem in meinem Lieblingsgeschichtspodcast gehört habe. Ich arbeite mich wirklich gut durch die Fragen durch. Whoa, nur bei zweien von 11 lag ich daneben. Gute Quote.

Jetzt erfahre ich aber endlich, wie man Sushi zubereitet. Interessant, hier sind wirklich ein paar neue Infos dabei, die ich noch nicht gewusst habe. Und jetzt wird mir auch klar, was die Sushi-Meister hinter der Theke so anstellen. Also die grundlegenden Bewegungen kenne ich jetzt, um Nigiri zu machen. Upgrade Nummer 1.

Worüber ich aber wirklich überrascht bin, ist, dass man das Ganze mit einem Plastik-Sushi übt, welches man im 100-Yen-Shop erhält. Bei diesen kann man den Fisch vom Reis entfernen und so trainieren, wo was hinkommt. Hmmm, vielleicht sollte ich so etwas mitbringen, damit wir auch daheim üben können?

Okay, mein erstes Sushi habe ich zubereitet und probiert. Da ist noch Luft nach oben, und zwar jede Menge. Aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Jetzt werden wir aber erst einmal das Schweinefleisch in der Soße vakuumieren. Da erfahre ich doch gleich einen nächsten Koch-Hack, wie man dies auch ohne Vakuumierer hinbekommt. Wieder was gelernt. Upgrade Nummer 2.

Das Schweinefleisch lassen wir jetzt erst einmal schön im Saft ziehen. Ich darf mich jetzt an meine nächsten Nigiris heranmachen. Wie war das noch mal? Ich muss kurz überlegen, was die einzelnen Schritte waren. Alles klar, ich habe sie wieder beisammen. Kann losgehen.

Macht Spaß, sich mit den beiden zu unterhalten und nebenbei Nigiris zu formen. Ich muss immer nur daran denken, mir auch die Hände zwischendurch nasszumachen, da ansonsten der Reis an diesen kleben bleibt. Et voilà, geschafft, mein Sushi ist fertig. Jetzt geht’s ans Essen.

Eigentlich bin ich schon gut gesättigt, aber das Ramen steht noch auf dem Programm. Wir bereiten jetzt fix noch die Soße vor und ergänzen die mit dem Sud. Fleisch muss auch noch geschnitten werden. Und während Junka-san alles am Tisch vorbereitet, darf ich mit Risa-san die Nudeln vorbereiten.

Jetzt noch fix anrichten. Der Kreation wird mir dabei freier Lauf gelassen. Und ich frage gleich mal nach, wie man die Eier mit dieser leicht bräunlichen Schicht hinbekommt. Okay, Soja ist die Antwort. Clever. Upgrade Nummer 3.

Wow, das war wirklich ein schönes Event. Jede Menge gelernt, aber vor allem weiß ich jetzt, dass Ramen selbst zuzubereiten richtig einfach ist. Auch Nigiris sollten jetzt schnell machbar sein.

Richtig nett, alle bringen mich noch bis hinunter und wollen mir sogar dabei helfen, zurück zur U-Bahn-Station zu finden. Das bin ich von Japanern in der Zwischenzeit gewohnt. Sie scheinen wirklich besorgt zu sein, dass man auch wirklich zurückfindet 😂.

13:15 Uhr: Da ich mich erst später am Abend noch mal mit dem Betreiber von dem Koch-Event treffen werde, habe ich noch etwas Zeit, die ich bis dahin herumbringen darf. Hmm, was machen? Ich bin etwas unentschlossen.

Okay, ich habe mich entschieden. Die Wolken sollen in einer Stunde aufreißen. Deswegen werde ich die Aussichtsplattform im Fuji-Television-Headquarters “HACHITAMA” besuchen. Da war ich 2015 schon einmal und möchte mir diese noch einmal ansehen. Dann mal los, sind nur ein paar Stationen entfernt.

13:45 Uhr: Bin schon angekommen. Und die Freiheitsstatue winkt mir auch schon zu. Wenn man gerade überlegt, was das Land, in dem das Original steht, gerade für Herausforderungen hat, dann haben diese das Teil wirklich nötiger denn je.

Hmm, ich bin gerade etwas verwirrt. Normalerweise sollte sich hier irgendwo der Ticketcounter für die Aussichtsplattform befinden. Aber ich lese etwas von einer Mars-Experience. Da muss ich mal nachfragen.

Alles klar, das ist ein Event, das auf der Aussichtsplattform stattfindet. Wenn man somit auf die Plattform hinauf möchte, muss man sich ein Ticket für das Event organisieren. Was solls, sieht interessant aus, und nehme ich einfach mal mit.

Wow, hier gibt es viele Regeln zu beachten. Das scheint etwas Größeres zu sein. Ich verstehe auch langsam, dass dies eine VR-Experience ist. Jetzt bin ich aber wirklich gespannt, was mich hier erwartet.

Okay, man bekommt hier wirklich eine VR-Brille aufgesetzt. Aber erst einmal darf ich mich für die Marsmission mit einem Zugangscode registrieren und mein Gesicht scannen, sprich fotografieren.

Jetzt teilt man gerade die VR-Brillen aus und gibt uns noch eine kurze Instruktion. Da kommt es mir doch zugute, dass das nicht das erste Mal ist, dass ich ein solches Teil aufhabe.

Wow, jetzt hat man mich aber wirklich beeindruckt. Das hat hier eine ganz andere Qualität, als ich dies bisher gewohnt war. Ich habe wirklich einen virtuellen Astronautenanzug an. Aber vor allem sehe ich auch die anderen Mitreisenden.

So langsam begreife ich, warum es die ganzen Sicherheitshinweise gab. Wir fliegen hier gerade ins Weltall und es gibt keine wirklichen Haltegriffe. Für Menschen mit Höhenangst würde ich das nicht empfehlen. Ich finde es aber geil.

Okay, ich bin auf dem Mars angekommen. Jetzt kann ich hier gemütlich in einem kleinen Areal herumlaufen und sehe dabei auch die anderen Anwesenden in Umrissen und die, die sich auf meiner Ebene befinden, in ihren Anzügen.

Weiter geht es mit einem Rover über die Marsoberfläche. Ich mache unterdessen Schnappschüsse. Die kann ich mir dann wahrscheinlich später über den Code, den ich eingegeben habe, herunterladen.

Whoa, ich lasse mich hier gerade in die Höhe schießen. Das Ganze ohne Geländer, aber zum Glück auch ohne Vibrationen. Ansonsten hätte ich wahrscheinlich wirklich geschwankt. Richtig krasses Erlebnis. So muss VR sein, in dem man sich in einem festgelegten Areal frei bewegen kann und dabei nicht den anderen Anwesenden reinrammelt.

Haha, ich habe gerade die Selfiefunktion entdeckt. Selbst daran hat man gedacht. Ich glaube, so viele Fotos in so kurzer Zeit habe ich schon lange nicht mehr geschossen. Zudem habe ich hier drin gerade jegliches Zeitgefühl verloren. Ich mache mich mal langsam wieder zurück zur Erde.

Wow, einfach nur wow. Das war wirklich mal ein Paradebeispiel, wie man eine gute VR-Experience gestaltet. Und ich hatte recht: Ich kann mir jetzt alle von mir gemachten Fotos einfach per QR-Code herunterladen.

Da ich ebenfalls gerade auf der Aussichtsplattform bin, kann ich mir das Areal noch mal von außen ansehen. Das ist wirklich überschaubar. Aber für diese kleine Fläche war das Erlebnis in der virtuellen Welt richtig gigantisch.

Jetzt schaue ich mir aber wirklich noch mal die Aussicht von hier oben an. Sieht schon toll aus. Aber vor allem scheint das Wetter jetzt richtig schön zu werden. So langsam habe ich auch einen guten Blick auf die Rainbow Bridge.

Durch die Mars-Experience ist die Aussicht aktuell aber etwas teurer. Aber wie bereits erwähnt hat sich das Teil gelohnt, wenn man darauf steht und keine Höhenangst hat.

15:15 Uhr: Ich fahre jetzt erst einmal zurück ins Hotel. Ich will mich noch etwas ausruhen, bevor ich dann später zu meinem Abendevent fahre. Sind nochmal 45 Minuten bis zurück ins Hotel. Und das natürlich nur, wenn alles reibungslos läuft.

An der ersten Station angekommen. Und jetzt werde ich doch lieber zurücklaufen, anstatt die eine Station zu fahren. Aktuell habe ich einfach zu wenig Schritte auf dem Zähler. Außerdem sind es nur rund 20 Minuten von hier zum Hotel. Dann mal los.

17:00 Uhr: Los geht es jetzt zu meinem Abendtreffen. Die kleine Pause hat wirklich gutgetan und ich konnte zudem etwas Flüssigkeit auftanken. Aber das wirklich Tolle ist gerade, dass die Temperaturen hier auf 20° hochgeschossen sind. Endlich Sommer.

Ups, ich bin wahrscheinlich richtig in die Rushhour geraten. Und eigentlich ist doch „Golden Week“ und es sollte gar nicht so viel los sein. Aber irgendwie spüre ich von dieser überhaupt nichts. Es ist sogar eher so, dass ich das Gefühl habe, es wäre weniger los. Mal schauen, wie das die nächsten Tage wird.

18:00 Uhr: Jetzt geht’s aber erst einmal in die Izakaya-Bar. Hier werde ich gleich einen gemütlichen Abend mit anderen BNI‑Mitgliedern verbringen. Ich bin mal gespannt, was wir zum Essen aufgetischt bekommen. Das ist in diesen Bars immer ein Highlight.

Okay, so wie ich es jetzt richtig verstanden habe, ist ein Mitglied aus der Mongolei, zwei aus Tokyo und der Barbesitzer ist ebenfalls BNI‑Mitglied und war früher in einer Rockband in Kyoto. Schon verrückt, wen man auf solchen Reisen immer kennenlernt.

21:30 Uhr: Wow, was für ein Abend. Und ich bin gerade happy darüber, dass ich keinen Alkohol mehr trinke. Ich fühle mich ungemein fit. Das wäre mit Alkohol wohl hier etwas ausgeartet. Aber lustig war es auf jeden Fall.

Jetzt werde ich das BNI‑Mitglied aus der Mongolei in Richtung seiner Unterkunft begleiten, sodass er auch dort ankommt. Ich bin gefühlt hier schon bei den anderen BNI-Mitgliedern als Local Guide bekannt. Danach geht’s dann aber auch für mich ins Bett. Reicht für heute.


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