Reisetagebuch Tokio & Yokohama, 07. bis 21. Dezember 2022: 15 Tage in Tokio mit Tagesausflügen zur Chureito Pagoda am Mount Fuji, nach Kawagoe und nach Yokohama. Im Mittelpunkt stehen die Weihnachtsilluminationen, von Marunouchi über den Blue Cave in Shibuya bis zur Jewellumination im Yomiuriland, dazu Tempel, Aussichtspunkte und jede Menge japanisches Essen.
Hinweis: Dieses Reisetagebuch ist während der Reise entstanden, wenige Wochen nachdem Japan im Oktober 2022 wieder für Individualreisende geöffnet hatte. Angaben zu Einreise, Masken, Preisen und Öffnungszeiten geben den damaligen Stand wieder und können sich inzwischen geändert haben.
Die wichtigsten Highlights auf dieser Reise
| Sehenswürdigkeit | Ort | Benötigte Zeit | Datum |
|---|---|---|---|
| Tokyo Metropolitan Government Building (Aussichtsplattform) | Tokio (Shinjuku) | 30 Minuten | 07.12.2022 |
| 3D-Anzeigetafel mit Katze | Tokio (Shinjuku) | 15 Minuten | 07.12.2022 & 08.12.2022 |
| Weihnachtsillumination Marunouchi | Tokio (Marunouchi) | 1,5 Stunden | 07.12.2022 |
| Chureito Pagoda mit Blick auf den Mount Fuji | Fujiyoshida | 1 Stunde | 08.12.2022 |
| Aufstieg zum Gipfel oberhalb der Chureito Pagoda | Fujiyoshida | 1,5 Stunden | 08.12.2022 |
| Christmas Lights Shinjuku Southern Terrace | Tokio (Shinjuku) | 30 Minuten | 08.12.2022 |
| Kabukichō | Tokio (Shinjuku) | 1 Stunde | 08.12.2022 |
| Hachiko-Statue | Tokio (Shibuya) | 10 Minuten | 09.12.2022 |
| Miyashita Park mit Dachgarten & Foodpassage | Tokio (Shibuya) | 1 Stunde | 09.12.2022 & 18.12.2022 |
| Drehorte aus dem Ghibli-Film „Flüstern des Herzens“ | Seiseki-Sakuragaoka | 3 Stunden | 09.12.2022 |
| Shibuya Parco (Dachgarten & Nintendo Store) | Tokio (Shibuya) | 1 Stunde | 09.12.2022 & 12.12.2022 |
| Blue Cave Illumination | Tokio (Shibuya) | 30 Minuten | 09.12.2022 & 20.12.2022 |
| Omotesando Illumination | Tokio (Harajuku) | 30 Minuten | 09.12.2022 |
| Takeshita-Dori | Tokio (Harajuku) | 30 Minuten | 09.12.2022 & 18.12.2022 |
| Ghibli-Uhr & Hochwege | Tokio (Shiodome) | 30 Minuten | 10.12.2022 |
| Ikegami Honmon-ji | Tokio | 1 Stunde | 10.12.2022 |
| Tokyo Mega Illumination auf der Pferderennbahn | Tokio | 2 Stunden | 10.12.2022 |
| Altstadt mit Häusern aus der Edo-Zeit | Kawagoe | 1,5 Stunden | 11.12.2022 |
| Kita-in mit 500 Rakan-Figuren | Kawagoe | 1 Stunde | 11.12.2022 |
| Akihabara | Tokio | 1 Stunde | 11.12.2022 & 19.12.2022 |
| Kanda Myōjin | Tokio | 30 Minuten | 11.12.2022 |
| Tokyo Midtown Illumination | Tokio (Roppongi) | 1 Stunde | 11.12.2022 |
| Roppongi Hills Illumination | Tokio (Roppongi) | 1 Stunde | 11.12.2022 |
| Shibuya Sky | Tokio (Shibuya) | 1,5 Stunden | 12.12.2022 |
| Square Enix Store | Tokio (Shibuya) | 15 Minuten | 12.12.2022 |
| Dachgarten Ginza Six | Tokio (Ginza) | 30 Minuten | 13.12.2022 & 19.12.2022 |
| Aussicht vom Caretta Shiodome auf den Hamarikyū-Garten | Tokio (Shiodome) | 30 Minuten | 13.12.2022 |
| Takanawa Gateway City | Tokio | 30 Minuten | 13.12.2022 |
| Japanischer Garten Happo-en | Tokio | 1 Stunde | 13.12.2022 |
| Yebisu Garden Place | Tokio (Ebisu) | 1 Stunde | 13.12.2022 |
| Meguro River Illumination | Tokio (Meguro) | 30 Minuten | 13.12.2022 |
| Sankei-en | Yokohama | 1,5 Stunden | 14.12.2022 |
| Chinatown | Yokohama | 1 Stunde | 14.12.2022 |
| Hafen mit Hikawa Maru, Riesenrad & Landmark Tower | Yokohama | 1 Stunde | 14.12.2022 |
| Weihnachtsillumination im Hafenviertel | Yokohama | 1 Stunde | 14.12.2022 |
| Tokyo Tower (Top Deck & Main Deck) | Tokio | 1,5 Stunden | 15.12.2022 |
| Yomiuriland Jewellumination | Yomiuriland (Großraum Tokio) | 3,5 Stunden | 15.12.2022 |
| Yanaka-Ginza & Kyōōji | Tokio (Yanaka) | 1 Stunde | 16.12.2022 |
| Ueno Tōshō-gū | Tokio (Ueno) | 30 Minuten | 16.12.2022 |
| Ameyoko Market | Tokio (Ueno) | 30 Minuten | 16.12.2022 |
| Asakusa mit Tempel & Einkaufspassagen | Tokio (Asakusa) | 1 Stunde | 16.12.2022 |
| Tokyo Skytree Illumination | Tokio | 1,5 Stunden | 16.12.2022 |
| Tokyo Dome City Illumination | Tokio | 45 Minuten | 16.12.2022 |
| Fischmarkt Toyosu mit Dachgarten | Tokio (Toyosu) | 2 Stunden | 17.12.2022 |
| teamLab Planets | Tokio (Toyosu) | 2 Stunden | 17.12.2022 |
| Gundam & DiverCity | Tokio (Odaiba) | 1 Stunde | 17.12.2022 |
| Freiheitsstatue & Feuerwerk an der Rainbow Bridge | Tokio (Odaiba) | 2 Stunden | 17.12.2022 |
| Cat Street | Tokio (Harajuku/Shibuya) | 30 Minuten | 18.12.2022 |
| Ginza Illumination | Tokio (Ginza) | 1 Stunde | 19.12.2022 |
| Gokoku-ji | Tokio | 30 Minuten | 20.12.2022 |
| Ostgarten des Kaiserpalastes | Tokio | 30 Minuten | 20.12.2022 |
| Dachterrasse mit Blick auf Hibiya-Park & Kaiserpalast | Tokio (Hibiya) | 30 Minuten | 20.12.2022 |
| Shinjuku Central Park Illumination | Tokio (Shinjuku) | 30 Minuten | 20.12.2022 |
| WITH HARAJUKU | Tokio (Harajuku) | 30 Minuten | 20.12.2022 |
| Shibuya Stream Illumination | Tokio (Shibuya) | 30 Minuten | 20.12.2022 |
| Nihonbashi-Brücke & Nullpunkt Japans | Tokio (Nihonbashi) | 30 Minuten | 21.12.2022 |
| Suitengū | Tokio (Nihonbashi) | 15 Minuten | 21.12.2022 |
| Promenade am Sumida River & Minami-Takahashi | Tokio | 1 Stunde | 21.12.2022 |
07.12.2022 – Tokio: Ankunft im gelobten Land
09:30 Uhr: Ich bin endlich nach dieser langen Pause durch COVID wieder im gelobten Land angekommen. Meine Impfzertifikate hatte ich zuvor schon in der neuen Einreise-App hinterlegt. Jetzt wurde gerade hier geprüft, ob diese korrekt sind. Ich habe jetzt einen Zettel erhalten, dass alles stimmt. Jetzt geht’s auf zur Einreise.
Super, das ging alles viel schneller als gedacht. Nach nur 30 Minuten war ich durch die Einreisekontrolle. Geld habe ich auch gerade getauscht. Und da hier aktuell wirklich nichts los ist, habe ich mir dieses Mal auch ein Busticket zum Hotel organisiert. Ich war überrascht darüber, dass das Bezahlen mit Google Pay dabei funktionierte. Kenne ich so gar nicht.

10:00 Uhr: Als Nächstes werde ich jetzt noch schnell meine Pasmo-Karte aufladen. Dann kann ich diese später gleich für den Nahverkehr nutzen. Voilà, ich habe es noch raus und weiß, wie es geht. Karte ist jetzt auch aufgeladen.
Bevor es losgeht, muss ich aber unbedingt noch eine Sache erledigen. Und da ist er schon, mein Getränkeautomat. Was nehme ich nur? Spielt eigentlich keine Rolle, ist ohnehin alles lecker. Dann mal fix ein Getränk gezogen und auf geht’s zur Bushaltestelle.

Ich bin wirklich überrascht, wie smart dies hier wieder alles läuft. Ich sitze jetzt schon im Bus und kann es noch gar nicht fassen, dass ich wieder zurück bin in Japan. Ich hätte nicht gedacht, dass es dieses Jahr noch einmal klappen würde.
Oh, was sehe ich denn dort? Da ist ja der Mount Fuji. Es fühlt sich so an, als ob er mich gerade begrüßen möchte. „Hallo, Fujisan.“ Diesen möchte ich in diesem Jahr etwas näherkommen. Heute werde ich aber erst einmal versuchen, auf eine Aussichtsplattform zu kommen mit Blick auf diesen, wenn schon einmal solch ein tolles Wetter ist.

11:00 Uhr: Ich bin bereits am Hotel angekommen. Leider kann ich erst um 14 Uhr einchecken. Dann werde ich mal mein Gepäck abgeben. Vorher muss ich aber noch alle unnötigen Sachen aus dem Rucksack in diesen verladen. Ich will schließlich nicht mein Notebook die ganze Zeit mit mir herumschleppen. So erledigt und auf geht’s zu meiner ersten City-Erkundung.
Ich sehe gerade, das Hotel hat einen direkten Zugang zu dem Shoppingcenter „Sunshine City“. Und wenn ich mir hier die Restaurantauswahl ansehe, dann weiß ich, ich werde es die nächsten zwei Wochen schwer haben, mich entscheiden zu können. Aber zuerst muss ich mal zu Tully’s. Whoa, hier gibt es gerade eine Special-Weihnachts-Edition als Getränk, einen Matcha-Tee mit Matcha-Sahne für nur 645 Yen. Genau meins. Yummy, yummy 😋

12:30 Uhr: Ich bin gerade oben auf der Aussichtsplattform des Tokyo Metropolitan Government Building angekommen. Auch das ging alles sehr schnell. Wartezeiten wie früher hatte ich heute gar nicht. Vielleicht liegt das aber auch noch daran, dass die Anzahl der Touristen wirklich überschaubar ist.
Wow, die Aussicht ist jedes Mal aufs Neue einfach nur spektakulär. Da kann man sich nicht satt genug sehen. Und auch den Mount Fuji kann man von hier aus sehr gut erkennen. Dann mal fix ein Foto machen. Mal schauen, wie es die nächsten Tage wird. Wenn das Wetter so bleibt, dann dürfte ich ihn dieses Mal noch ein paar Mal sehen.

13:00 Uhr: Ich laufe jetzt zu meinem nächsten Ziel, einer 3D-Anzeigentafel hier in Shinjuku. Oh, ich bin hier gerade auf eine unterirdische Passage gestoßen. Und was sehe ich da? Eine große „Hatsune Miku“, ein bekannter japanischer Charakter, neben einem Bild aus der Edo-Zeit. Stärker können die Kontraste zwischen neu und alt nicht sein.
Ich bin bei der 3D-Anzeigetafel angekommen. Man muss hier zwar erst einmal den richtigen Blickwinkel finden, damit der effektvoll zur Geltung kommt. Aber das Teil sieht wirklich beeindruckend aus. Mal schauen, ob es so etwas auch eines Tages mal in Deutschland gibt.

14:15 Uhr: Ich bin zurück im Hotel und endlich eingecheckt. Mein Zimmer, auf 16 Quadratmetern, sieht echt überschaubar aus. Aber, wie gewohnt, ist auch alles vorhanden. Ich hätte hier wirklich nichts von daheim mitnehmen müssen. Sogar japanische Schlafanzüge gibt es. Aber diese nutze ich nicht wirklich.
Ausblick ist auch gut. Hier werde ich mich jetzt für die nächsten 15 Nächte einrichten. Irgendwie freue ich mich gerade, dass das alles geklappt hat. Ich kann es irgendwie immer noch nicht fassen, dass ich wirklich wieder in Japan bin.

16:45 Uhr: Auf dieser Reise habe ich mir ja vorgenommen, mir die Illuminationen in Tokio anzusehen. Das soll wirklich sehr beeindruckend sein. Mein erstes Ziel für heute ist Marunouchi bei der Tokio Station.
Whoa, ich habe gerade das Gefühl, die Häuser werden hier von Jahr zu Jahr auch höher. Dies ist mir schon einmal bei einer der früheren Reisen aufgefallen. Damals dachte ich: „Oh, jetzt ist man endlich fertig mit Bauen“, und ein Jahr später befanden sich auf den Wolkenkratzern wieder neue Kräne, welche diese erneut ein Stückchen höher gezogen haben.

Oh, ich sehe hier gerade ein Restaurant, bei dem man am Automaten bestellt. Stimmt, das gab es hier ja auch. Ich finde so etwas echt praktisch, da es Zeit und Personal spart. Der größte Vorteil ist aber wahrscheinlich, dass man sofort gehen kann, wenn man fertig mit Essen ist.
Diese Automaten sind auch so eine Idee, bei der ich mir die Frage stelle, ob und wann so etwas mal nach Deutschland kommt. Digitale Bestellautomaten haben wir ja schon in den größeren Fast-Food-Ketten. Aber so etwas Praktisches, bei dem alles jeweils über eine Taste vorbelegt ist, kenne ich bisher noch nicht.

17:30 Uhr: Jetzt geht’s aber los zu meiner ersten Illuminationstour. Ich bin hier wahrscheinlich gerade an einem Bürokomplex, bei dem man den kompletten Eingangsbereich illuminiert hat. Whoa, ich bin begeistert. Das sieht einfach wunderschön aus.
Wow, hier gibt es noch eine illuminierte Allee. Diese scheint sich einmal komplett durch die Wolkenkratzerschlucht von Marunouchi zu ziehen. Ich werde das Teil jetzt einfach mal ablaufen.

Wow, einfach nur wow. Neben den ganzen illuminierten Bäumen hat man hier auch einen kleinen Weihnachtsmarkt integriert. Die Japaner scheinen es zu genießen.
Ich musste gerade herzlich schmunzeln, als ich diese Besitzerin mit ihren Hunden gesehen habe. Auch das ist eben Japan. Hier werden nicht nur Geschenke verpackt, sondern auch Tiere. Sieht witzig aus, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob das den Tieren gefällt. Ich denke aber, mit einem kleinen Leckerli, lassen sich Hunde das gerne mal gefallen.

19:00 Uhr: Ich bin durch für heute, muss aber unbedingt noch etwas essen. Oh, hier gibt es ja einen Kua’Aina-Burgerladen. Moment mal, das ist doch dieser hawaiianische Burgerladen. Wie ich dieses Filmzitat aus „Pulp Fiction“ liebe. Als ich 2014 das erste Mal diesen Laden entdeckte, musste ich erst einmal gegenprüfen, ob das wirklich der Laden ist, der im Film erwähnt wurde.
Entweder liegt es am Jetlag oder daran, dass es einfach zu viel war, aber so richtig umgehauen hat mich das gerade nicht. Das kann aber auch wirklich mit der Müdigkeit zusammenhängen. Ich werde mich jetzt schlafen legen. Die Müdigkeit schlägt gerade gewaltig durch. Gute Nacht.

08.12.2022 – Mount Fuji, Chureito Pagoda & Christmas Lights in Shinjuku
06:30 Uhr: Ohaijo. Ich bin putzmunter. Was für ein toller Ausblick und ein schönes Wetter. Ich werde den Tag heute nutzen und mir den Mount Fuji von Nahem ansehen. Ziel ist ein Schrein, von dem aus man den Fujisan gut sieht. Dies ist eines der bekanntesten Fotomotive aus Japan.
Aber erst einmal fertig machen und schnell noch einen Kaffee trinken. Sachen einpacken und dann los zur Ikebukuro-Station. Ich muss mich erst einmal grob orientieren, wo genau ich hier hin muss.

08:00 Uhr: Das lief doch alles einfacher als gedacht. Ich bin schon in Shinjuku. Von hier aus starte ich gleich zu meinem Ziel. Da ich aber noch etwas Zeit habe, werde ich mir noch mal die 3D-Anzeigentafel ansehen. Oh, da ist wieder die süße Katze. Die Tafel habe ich im Übrigen mal auf YouTube entdeckt und anschließend gleich auf Google Maps markiert.
Es ist Zeit, in den Zug einzusteigen. Er steht bereits da. Es gibt im Übrigen nur wenige Direktverbindungen von Tokio zu meinem Zielort, der Shimoyoshida Station. Zwei Stationen weiter ist dann auch die Endstation Mt. Fuji (so heißt die wirklich). Dann mal los.

Ich sitze im Zug. Und weiter hinten sehe ich ihn auch schon, den Mount Fuji. Ich bilde mir ein, bei meinen letzten Reisen hatte ich nicht so viel Glück, diesen so klar zu sehen.
Hmmm, mir fällt gerade ein Hinweisschild auf. Scheinbar hätte ich für den Zug ein Zusatzticket kaufen müssen. Verdammt, was mache ich bloß? Erst mal Ruhe bewahren und kurz nachdenken. Soll ich aussteigen?

Problem gelöst. Ich habe einfach die Zugbegleiterin gefragt. Mit Google Translate ging das einigermaßen gut. Sie hat es zumindest verstanden und mir ein Ticket verkauft.
Was im Übrigen auch interessant ist, sind hier die Hinweislampen. Grün bedeutet besetzt und rot bedeutet frei. Musste ich erst einmal alles googeln. Aber irgendwie habe ich alle Informationen bekommen, die ich brauchte. Dem mobilen Internet sei Dank.

10:15 Uhr: Ich bin angekommen. Es war nach dem kleinen Schreck auch eine entspannte Fahrt. Navigiert habe ich mit Google Maps. Hier lasse ich mir immer die Route anzeigen und zusätzlich per GPS, wo ich mich gerade befinde. Funktioniert für mich richtig gut so.
Interessant, die haben hier sogar einen Zug mit Motiven von „Thomas, die kleine Lokomotive“. Das scheint wohl sehr beliebt zu sein? Ich denke, die Kinder werden sich freuen, wenn sie mit einem solchen Zug fahren.

OMG, ich bin hier wirklich im Nirgendwo gelandet. Ich laufe hier gerade direkt an der Straße zu meinem Ziel. Und links und rechts befinden sich kleine Gärten mit Beeten. Alles gefühlt direkt an der Straße.
Und da ist er schon, der erste Fotospot. Hier stehen heute aber schon einige Besucher, um Fotos vom Mount Fuji zu schießen. Und was ist das hier? Ich kann es nicht fassen, das ist die Touristeninformation von Fujiyoshida. Das ist jetzt der eindeutige Beweis, dass ich außerhalb von Tokio bin.

10:45 Uhr: Ich habe mein Ziel, die Chureito Pagoda endlich erreicht. Das waren noch ganz schön viele Stufen bis hier hinauf. Aber zum Glück bin ich ja fit. Hat mir somit nichts ausgemacht, hier hinaufzusteigen. Die meisten habe ich zudem auch gleich überholt. Lohnt sich eben, regelmäßig in die Berge zu gehen. 😂
Jetzt werde ich aber erst einmal etliche Fotos schießen. Der Ort ist im Übrigen zur Kirschblüte komplett überlaufen. Da blüht hier alles und jeder versucht, das schönste Fotomotiv zu bekommen. Ich weiß nicht, ob ich mir dies antun würde. Aber wer weiß, was die Zukunft noch bringt.

11:30 Uhr: Ich hatte mich gerade spontan dazu entschieden, noch auf den Gipfel zu steigen. Laut meinen Infos waren dies nur 250 Höhenmeter. Also kein Problem. Der Weg war am Anfang noch gut ausgebaut. Später fühlte er sich dann mehr wie ein Bergwanderweg an. Aber alles machbar und weit entfernt von den hochalpinen Wegen in den Alpen.
Was ich jetzt von hier oben sehe, ist auch mal die andere Seite. Da sieht man, wie sich die Ortschaften schön durch das Tal schlängeln, scheinbar ohne Unterbrechungen. Jetzt noch schnell ein Gipfelfoto gemacht. Mann, ist das schön. Und jetzt geht’s wieder hinab.

13:45 Uhr: Ich sitze gerade in einem Bummelzug und möchte nach Tokio zurückfahren. Eigentlich hatte mir Google eine Busverbindung angezeigt, aber dabei nicht erwähnt, dass man dafür vorab ein Ticket kaufen muss. Das hat mir der Busfahrer versucht zu erklären, nachdem ich 30 Minuten auf den Bus gewartet hatte.
Ich habe dann noch an einem Schild mithilfe von Google Translate gelesen, dass man das Teil hätte telefonisch kaufen müssen. Das wäre dann alles natürlich nur auf Japanisch gewesen. Was soll’s, dann nehme ich halt die länger dauernde lokale Variante.

14:45 Uhr: Das war wirklich mal ein Bummelzug. Wir haben hier an jeder noch so kleinen Station gehalten. Später stieg dann auch noch eine Wandergruppe von älteren Frauen hinzu. Das war das erste Mal, dass ich erlebt habe, dass auch Japaner im Zug laut sein können.
Jetzt gönne ich mir erst einmal eine kleine Bentobox, ist schließlich die erste Mahlzeit für heute. Sieht lecker aus, die Sushi-Box und hat auch nur 390 Yen gekostet. Dann lasse ich es mir mal schmecken.

15:15 Uhr: Der Zug zurück nach Tokio kommt gerade an. Dieses Mal habe ich mir auch vorab ein Ticket, gleich mit Sitzplatzreservierung, gekauft. Das ging wirklich einfach, wenn man weiß, dass man dies benötigt.
Der Automat dafür stand direkt auf dem Bahnsteig. Ich konnte an diesem auf Englisch umschalten. Anschließend habe ich die Verbindung und Uhrzeit ausgewählt. Das war alles schon ordentlich vorbelegt, sodass ich nichts eintippen musste. Dann noch den Sitzplatz ausgewählt, bezahlt und fertig.

16:30 Uhr: Ich bin zurück in Shinjuku. Eigentlich sollten jetzt schon die Christmas-Lights hier leuchten. Aber dafür ist es aktuell noch zu hell.
Dann schieße ich noch schnell ein Foto von dem Treiben auf der Straße hier, mit Blick auf eines der bekanntesten Hotels, das „Park Hyatt“. Dieses hat seine Popularität durch den Film „Lost in Translation“ erhalten. Sämtliche Hotelszenen wurden dort gedreht.

Ich habe mich gerade spontan dazu entschieden, noch etwas essen zu gehen. Ich bin doch jetzt etwas hungrig. Die Auswahl ist aber leider wieder einmal viel zu groß. Hmmm, was soll ich nur essen? Ah, ich glaube, ich entscheide mich für das hier. Tonkatsu heißt das, glaube ich.
Whoa, das ist wirklich lecker. Aber das Schöne ist: Sämtliche Beilagen werden kostenlos aufgefüllt. Ich könnte mich hier somit durch Berge von Salaten futtern. Preislich etwas teurer, aber mit 2.820 Yen immer noch günstiger als in Deutschland.

18:00 Uhr: Das tat gut. Aber vor allem jetzt ist es dunkel. Zeit für die Christmas Lights. OMG, sieht das toll aus, was die hier installiert haben. Einfach nur schick. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, Fotos zu schießen. Ich glaube, ich mache erst einmal ein Timelapse-Video.
Wow, da haben sie schon einiges an Lampen verbaut. Die Christmas Lights befinden sich im Übrigen auf der Shinjuku Southern Terrace. Ich bilde mir ein, dass diese neu ist. Ich glaube, vor ein paar Jahren, bei einem meiner ersten Besuche hier, war das noch eine Baustelle.

Ich mache jetzt noch einen Abstecher zum bekanntesten Nachtviertel von Tokio, Kabukichō. Das soll im Übrigen auch eines der größten Vergnügungsviertel von Asien sein. Muss ich später noch einmal prüfen, ob das wirklich so ist.
Der Blick von dieser Brücke ist im Übrigen einer meiner liebsten Blicke auf das Viertel. Ich habe ihn auf meiner ersten Reise 2014 entdeckt. Seitdem versuche ich regelmäßig, wieder hierherzukommen. Was für ein toller Fotospot.

Was ist das denn? Mir fallen dieses Mal mehrere dieser Lkws auf, die mit riesigen Displays ausgestattet sind. Ich glaube, die machen Werbung für Boy-Bars. Das sind Bars, in denen sich Frauen von jungen, hübschen Männern umschmeicheln lassen können.
Die Lkws fallen wirklich auf. Ich glaube, in Deutschland wäre so etwas undenkbar. Da gibt es bestimmt ein Gesetz, das so viel Aufmerksamkeit verbietet.

19:00 Uhr: Ich laufe jetzt schon eine Weile hier durch Kabukichō. Die bunten Reklamen sind schon wirklich beeindruckend. Ich hatte schon fast wieder vergessen, wie toll das hier alles aussieht. Leuchtreklame, wohin man schaut, und gefühlt ein Viertel, das nicht schläft.
Ich werde jetzt aber auch wieder zurück ins Hotel machen. Es reicht für heute. Ich habe bereits wieder so viel erlebt. Das muss ich jetzt erst einmal alles verarbeiten.

09.12.2022 – Shibuya, Ghibli, Neuentdeckungen
07:00 Uhr: Ohaijo. Zeit zum Aufstehen. Die Aussicht von meinem Hotelzimmer haut mich wirklich jeden Morgen aufs Neue um. Jetzt aber erst mal langsam in die Gänge kommen. Koffein-Schub und noch mal einen Blick nach draußen werfen.
Mein erstes Ziel für heute ist Shibuya. Von dort aus geht es dann weiter zu meinem Treff für heute. Deswegen mache ich auch etwas zeitiger los, damit ich genügend Zeit zum Umsteigen habe und um den richtigen Zug und die richtige Verbindung zu finden.

08:30 Uhr: Ich bin gerade in Shibuya angekommen. Hier wird gerade mächtig gebaut, aber ich komme mit der Navigation ganz gut zurecht. Mein erstes Ziel ist die Hachiko-Statue.
Hmm, ich wundere mich gerade, normalerweise ist hier an der Statue mehr los. Aber vielleicht bin ich noch etwas zu früh. Oder es liegt wirklich daran, dass der Tourismus dann erst langsam wieder zum Laufen kommt.

Da ich doch etwas zeitiger da bin, laufe ich gerade noch etwas durch die Gegend. Alles klar, das scheint der Miyashita Park zu sein. Auf diesem befindet sich ein Dachgarten. Ich werfe mal schnell einen Blick darauf.
Wow, das gefällt mir. Hier wurde scheinbar eine alte Foodpassage in den Park integriert. Auch dies ist so eine Sache, die ich einfach nur an Japan liebe. Hier wird Altes mit Neuem immer gerne mal kombiniert.

11:00 Uhr: Ich bin gerade am Zielbahnhof in Seiseki-Sakuragaoka angekommen. Hier treffe ich mich gleich mit der Tessa von wanderweib.de. Ich habe aber noch etwas Zeit, um mir die Gegend anzusehen.
Ich bin immer wieder überrascht, wie weit sich Tokyo in den Westen hinaus erstreckt. Kurzzeitig hatte ich das Gefühl, ich verlasse die Stadt. Und dann befand ich mich auf einmal wieder in einer Umgebung, die als Großstadt zählen würde.

13:00 Uhr: Wir machen gerade eine kleine Tour durch die Gegend. Tessa zeigt mir verschiedene Spots, die im Ghibli-Film „Flüstern des Herzens“ gezeigt werden.
Dieser Schrein kam auch im Film vor. Ich glaube, ich muss mir das Teil demnächst mal wieder ansehen und genauer darauf achten, an welcher Stelle dieser Schrein auftaucht.

Wir stehen gerade an einer Treppe, die ebenfalls ein bekannter Spot aus dem Film ist. Tessa verrät mir, dass ich hier besonders gerne Liebespaare treffen und den Sonnenuntergang genießen kann. Oder war es der Sonnenaufgang? Ich muss mir den Film wirklich noch mal ansehen.
Auf jeden Fall ist das wirklich eine schöne Gegend hier und, wie der Name der Station verrät, auch ein beliebter Spot zur Kirschblüte. In der Nähe der Station habe ich sogar eine Übersichtskarte gesehen mit einer Kirschbaumroute, die man ablaufen kann.

Tessa muss weiter. Aber sie zeigt mir noch eine kostenfreie Aussichtsplattform, die es hier gibt. Man ist das Wetter und die Aussicht schön. Ich glaube, ich muss die Gegend wirklich noch einmal besuchen, wenn ich im Frühjahr oder Sommer hier bin. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Aussichtsplattform ein äußerst schöner Spot im Frühjahr ist.
Bei einer Sache musste mir Tessa aber noch helfen. Ich benötigte noch eine Karte für die Illumination auf der Pferderennstrecke. Diese konnte man nur über einen Automaten im 7-Eleven holen. Und da mein Japanisch gleich „nicht vorhanden“ ist, greife ich doch gerne auf diesen Support zurück.

15:00 Uhr: Ich bin zurück in Shibuya. Jetzt habe ich aber erstmal wirklich Hunger und möchte eine Kleinigkeit essen gehen. Oh ich sehe gerade, hier gibt es ein leckeres Ramen. Der Laden wirkt wirklich sehr gemütlich.
Dann mal fix am Automaten das passende Ramen auswählen. Okay Ticket habe ich gezogen. Jetzt nur noch eins von den beiden über den Tresen abgeben und anschließend warten. Wow, das ging schnell. Yummy, yummy.

15:30 Uhr: Ich bin gerade bei dem neuen Shoppingcenter „Shibuya Parco“ angekommen. Dieses wurde erst vor kurzem geöffnet. Und hier drin soll sich ein Nintendo-Store befinden. Aber so wie ich das sehe, scheint es hier noch mehr zu geben. Deswegen erst mal nach oben.
Whoa, mein Bauchgefühl hat wieder mal gepasst. Hier oben gibt es einen kleinen Rooftopgarten. Und man hat von hier aus einen schönen Blick über Shibuya. Wirklich schick, aber vor allem nichts los. Jetzt mache ich nochmal einen kurzen Abstecher zum Nintendo-Store, um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen.

16:30 Uhr: Aktuell habe ich wirklich das Gefühl, ganz Shibuya hat sich in den letzten Jahren von Covid komplett verändert. Ich habe mir gerade die Foodpassage im Miyashita Park mal genauer angesehen, in welche ich heute früh noch nicht kam. Das Teil wurde wirklich auf „alt“ getrimmt und sieht richtig einladend aus.
An der Stelle, an der sich heute der Miyashita Park befindet, gab es früher im Übrigen einen Sportplatz. Hier sollen auch viele Obdachlose gewesen sein, hat man mir mal berichtet. Dieser Bereich wurde somit komplett neu gestaltet. Ich muss sagen, was ich bisher gesehen habe, sieht gelungen aus.

17:00 Uhr: Los gehts zu meiner Illumination-Tour für heute. Da ich mich gerade beim Miyashita Park befinde, werde ich mir mal die Illumination auf diesem ansehen. Sehr schick gemacht.
Whoa was ist das? Ich schaue gerade rüber zum „Shibuya Sky“. Und was sehe ich da? Dort wurde einfach mal ein Weihnachtsbaum in die Fassade projiziert. Ich musste erst zweimal hinschauen, bevor ich das realisierte. Sehr nice.

Weiter gehts zum nächsten Highlight, dem „Blue Cave“. Dieser befindet sich hier gleich um die Ecke. Oh, ich sehe schon, dort hinten leuchtet etwas blau. Das sieht von Weitem schon sehr interessant aus. Nichts wie hin.
Wow, ich bin einfach nur beeindruckt. Sämtliche Bäume wurden hier blau illuminiert. Aber was ich richtig krass finde, ist die Spiegelfolie auf rund 500 Meter, die man hier auf den Boden angebracht hat. Dadurch wirkt das alles zusätzlich um einiges beeindruckender. Bis jetzt ist das Teil mein absolutes Highlight.

18:00 Uhr: Weiter geht’s zur nächsten Illumination. Diese befindet sich auf der bekannten Omotesando. Hier wurde die Straße auf einer Länge von einem Kilometer illuminiert. Okay, das sieht schick aus, aber ganz offen: Das haut mich schon nicht mehr von den Socken. Da gibt es Besseres zu sehen. Egal, abgehakt ist abgehakt. 😂

Ich mache nochmal einen kurzen Abstecher zur Takeshita-Dori. Hier wurde ebenfalls ein neuer Shoppingkomplex eröffnet. Zudem hat man die Station neu gebaut. Das alte kleine Gebäude ist verschwunden.
Hmm, ich sehe gerade einen Typen mit Hahnenkopf-Kostüm hier herumlaufen. Versucht der gerade neue Followers zu bekommen? Oder macht der Videos für seinen YouTube-Kanal? Keine Ahnung was das soll, aber einfach ignorieren und weiter gehen.

Ich musste gerade schmunzeln. Ich habe nämlich gerade ein Cafe mit dem Namen „Möge Tee“ entdeckt, also wirklich in deutscher Schreibweise. Nunja, bei uns daheim versucht man, Aufmerksamkeit mit japanischen Schriftzeichen zu bekommen. Hier läuft es genau umgekehrt, mit deutschen Schriftzeichen. Französisch kommt im Übrigen hier auch sehr gut an, wenn man einen außergewöhnlichen Namen sucht.

19:30 Uhr: Ich bin zurück im Hotel. Bei der Takeshita Dori habe ich aber noch einen Abschnitt entdeckt, der scheinbar auch illuminiert wird. Leider war dieser aber heute geschlossen. Da muss ich auf jeden Fall noch einmal hin.
Jetzt mache ich noch einen Abstecher in die größte Gachapon-Halle in Tokio, wenn man dem Slogan glauben darf. Aber das Teil ist wirklich riesig. Hier war im Übrigen früher mal eine VR-Spielehalle drin. Das Teil war richtig gut gemacht, aber hat scheinbar Covid nicht überstanden. Schade eigentlich, wir hatten 2019 viel Spaß in dieser.

10.12.2022 – Weihnachten auf Japanisch
08:30 Uhr: Ohaijo, los geht’s für heute. Ich fahre jetzt erst einmal hinüber nach Shiodome, also in den Osten von Tokio. Von dort aus muss ich dann weiter nach Süden zu einem BNI‑Treffen. Ich bin dort zu einer Weihnachtsfeier eingeladen. Bin schonmal gespannt, was mich erwartet.
Aber erst einmal genieße ich die Ruhe, hier in den U‑Bahnen. Die sind immer so schön leise, ganz im Gegenteil zu dem, was man in Europa gewöhnt ist. Masken werden hier auch noch fleißig getragen. Aber ich sehe auch schon die ersten Touristen, die ohne Masken unterwegs sind. Eine Pflicht besteht nicht mehr.

Man, oh Man, die Hochwege hier in Shiodome sind aber wirklich gut ausgebaut worden. Bei meinem letzten Besuch, war einiges noch gesperrt, da es noch nicht fertig war. Aber jetzt kann man hier über den Straßen von Tokio wandeln. Sehr beeindruckend.
Im Übrigen gibt es hier eine Uhr im Ghibli-Stil. Diese wurde wirklich von einem der Gründer entworfen, und nach dessen Entwürfen gebaut. Allerdings habe ich den Eindruck, dass dies viele Touristen gar nicht wissen, oder den Abstecher hierhin nicht machen, weil es ansonsten nicht viel zu sehen gibt. Sehe ich zwar anders, aber wer weiß, was die Gründe sind.

Ich muss schon sagen, ich hatte vergessen, wie schön sauber es hier überall ist. Selbst das Laub wird weggefegt und nicht seinem Schicksal überlassen. Wenn ich darüber nachdenke, hat dies nicht nur etwas mit Sauberkeit zu tun, sondern auch mit der gewohnten japanischen Sicherheit. Auf nassem Laub kann man ausrutschen, also lieber entfernen.
Ich hatte mir gerade noch einen Kaffee gegönnt und werde jetzt gleich zu meinem Treffpunkt starten. Dieser liegt weiter südlich. Ich mache es immer so, dass ich etwas eher vor Ort bin, wenn ich mich noch nicht auskenne. So habe ich gleich Zeit, die Gegend zu erkunden. Zu entdecken gibt es immer etwas.

11:00 Uhr: Ich bin beim Ikegami Honmon-ji Temple angekommen. In einer Stunde soll das Event losgehen. Also habe ich noch etwas Zeit. Whoa, hier gibt es einen größeren Friedhof, der an einem Hang liegt. Na, da nutze ich doch gleich mal die Zeit und wandle über diesen.
Friedhöfe haben auf mich eine ganz eigene Faszination. Erst einmal genieße ich natürlich hier die Ruhe, aber ich schaue mir auch immer wieder gerne die Gräber an. Ich bin der Ansicht, ein Friedhof verrät sehr viel über die Kultur und Lebensweise der Menschen in einem Land.

So, jetzt aber ab auf das Tempelgelände. Ich muss gerade schmunzeln. Hatte ich nicht vor Kurzem erst erwähnt, dass Japan sauber ist? Und was sehe ich hier? Eine kleine Jizō-Figur mit einem Besen in der Hand. Eine bessere Darstellung für japanische Reinlichkeit kann es nicht geben.
Das Gelände wirkt im Übrigen sehr modern. Im hinteren Bereich sehe ich mehrere Gebäude, die eindeutig neueren Alters sind und überhaupt nicht nach einem Tempel aussehen. Aber sie scheinen dazu zu gehören. Ansonsten habe ich gerade auf einem Plateau von dem Tempel den Mount Fuji wieder gesehen. Man, das Teil verfolgt mich aber in diesem Jahr. Freude. 😍

12:00 Uhr: Auf geht’s zum Treffen. Ein wenig aufgeregt bin ich schon. Aber da ich der einzige Ausländer bin … wird schon gut gehen. Ich melde mich gleich wieder.
Wow, das Treffen war wirklich super. Und endlich durfte ich mal erleben, wie eine japanische Weihnachtsfeier abläuft. Das unterscheidet sich natürlich sehr stark von unserer. Das Wichteln hat man von uns übernommen, nur dass die Geschenke in die Mitte des Raums gelegt wurden. Anschließend durfte sich jeder etwas aussuchen.

Ich durfte dann sogar noch etwas rappen, so gar nicht mein Ding, aber egal, macht man halt mit, wenn alle davon begeistert sind. Und mich den Fragen der Anwesenden stellen. Dabei habe ich wieder einmal festgestellt: Mein Englisch benötigt ein Upgrade … Dringend.
Später erlebte ich aber erstmalig eine buddhistische Zeremonie. Ein Teilnehmer neben mir hat in der gesamten Zeit mit einem kleinen Translator-Gerät mit mir kommuniziert, während ich mit Google Translate darauf antwortete. Das hat ganz gut funktioniert. Da scheint sich etwas weiterentwickelt zu haben. Aber was wirklich imposant war, waren die Trommeln. Wenn diese geschlagen wurden, hat der Raum vibriert. Das ging durch Mark und Bein.

17:30 Uhr: Weiter geht’s zu meiner nächsten Illumination auf dieser Reise, der „Tokyo Mega Illumination“. Dafür war die Karte, die ich vor 2 Tagen organisiert habe. Diese Illumination hat man hier auf einer Rennbahn installiert. Oh, jetzt bin ich scheinbar erst einmal auf der falschen Seite gelandet. Der Eingang scheint woanders zu sein.
Okay, ich habe ihn gefunden. Und ich sehe gerade, ich hätte scheinbar auch ein Ticket vor Ort bekommen. Hmm, ich gehe mal davon aus, dass dies am Wochenende anders ist. Nun ja, was soll’s, rein gehts.

OMG, was haben die hier hingesetzt? Das ist mal eine ganz andere Nummer. Der illuminierte Baum hier, ist alleine schon den Besuch wert. Und wenn ich mich hier so links und rechts umsehe, da kommt noch mehr.
Da ich noch nie wirklich auf einer Pferderennbahn gewesen war, hatte ich auch keine Vorstellung davon, wie groß diese sind. Das zieht sich hier. Ich glaube, ich komme heute noch ordentlich auf meine Schritte.

Hier gibt es einen Tunnel, durch den wir jetzt müssen. Scheinbar kommt man darüber in einen weiteren illuminierten Bereich. Alles klar, jetzt verstehe ich es langsam. Ich befinde mich jetzt im inneren Bereich der Rennstrecke. Und was soll ich sagen, auch dieser ist nahezu komplett illuminiert.
Wow, der illuminierte Tunnel sieht richtig toll aus. Und hier hat man scheinbar Reisfelder mit Lichttechnik nachgebaut. Mal schauen, alles klar, die verschiedenen Lichteffekte stellen die Jahreszeiten im Reisanbau bis zur Ernte dar. Witzige Idee.

Mann, das scheint ja gar kein Ende zu haben. Ein illuminierter Bereich folgt hier dem nächsten. Ich befinde mich hier gerade in einem Areal, in dem künstliche Blumenranken herunterhängen. Auch diese werden unterschiedlich illuminiert und die Japaner haben ihren Spaß dabei, sich in Liebesposen fotografieren zu lassen.
Ich bin wieder zurück aus dem inneren Bereich. So viele Eindrücke, sehr überwältigend. Okay, was passiert jetzt? Hier startet gerade eine Lasershow. Nur dass man mit dem Laser eine künstliche Decke schafft. Ich bin geflasht, mache jetzt aber auch zurück ins Hotel. Es reicht für heute.

11.12.2022 – Kawagoe, Akihabara, Roppongi
08:30 Uhr: Ohaijo. Auf geht’s nach Kawagoe. Die Stadt steht bei mir schon länger auf der To-Do Liste. Diese soll im 2. Weltkrieg verschont geblieben sein. Deswegen kann man sich hier noch ansehen, wie es früher einmal in Japan, zur Edo Zeit aussah. Ich bin gespannt.
Die Fahrt in der U-Bahn nutze ich gleich, um noch etwas Englisch zu lernen. Mir wurde das gestern wieder deutlich: Ich muss mehr üben. Zum Glück habe ich einen Sitzplatz bekommen. Ist nicht üblich. Aber die Linie ist auch von Ikebukuro gestartet und war somit leer.

09:15 Uhr: Ich bin angekommen. Jetzt erstmal grob orientieren. Im Übrigen ist mir auf der Anreise noch eine Person aufgefallen, die an der Rolltreppe von Sunshine City stand. Diese hat aufgepasst, dass niemand in den Arbeiter reinläuft, der gerade die Rolltreppe reparierte. Auch so etwas ist typisch für Japan und sehe ich immer wieder. Wenn irgendwo eine Gefahrenzone ist, steht meistens jemand da und warnt die Passanten.
Alles klar, hier soll es entlanggehen, in das alte Viertel von Kawagoe. Der Bereich um den Bahnhof sieht aber ziemlich neu aus. Oh, wie ich das liebe. Hier gibt es richtig viele schick gestaltete Automaten. Aber dieser scheint hier eine Kampfpreis-Ansage gemacht zu haben. Jedes Getränk nur 80 Yen. Das ist wirklich preiswert.

10:00 Uhr: Ich bin im alten Viertel von Kawagoe angekommen. Hier gibt es wirklich viele alte Häuser aus der Edo-Zeit. Das sieht richtig schick aus. Ich bin mir nicht wirklich sicher, aber ich glaube, das ist das erste Mal, dass ich so etwas in der Form sehe. Bisher war ich doch eher in moderneren Gegenden unterwegs, mal von dem Tagesausflug nach Kyoto abgesehen.
Oha, da ist ja das heimliche Wahrzeichen der Stadt, ein alter Feuerturm. Darüber hatte ich schon etwas gelesen. Früher gab es diese überall in Edo. Da die Häuser flacher waren, konnte man von solchen Türmen über die Stadt blicken. Brach irgendwo ein Feuer aus, wurde von den Türmen die Bevölkerung gewarnt.

Okay, ich muss sagen, der alte Bereich ist wirklich überschaubar. Aber früher lag auch alles etwas enger und dichter beisammen. Davon bin ich auch immer wieder in Europa überrascht, wie schnell man dort die Altstädte zu Fuß ablaufen kann. Dann muss ich mich immer daran erinnern, dass man früher nahezu alles zu Fuß ablaufen musste. Die Ausdehnung der Städte war erst mit den modernen Transportmitteln möglich.
Apropos moderne Transportmittel, ich muss nämlich gerade schmunzeln. Während ich daran gedacht habe, fährt an mir ein pinkfarbenes Wohnmobil vorbei. Die Aufsätze erinnern mich ein wenig an das Bat-Mobil, also ein Bat-Wohnmobil?

11:00 Uhr: Ich bin gerade an einem kleinen Schrein vorbeigelaufen. Aktuell komme ich wirklich schneller voran, als gedacht. Deswegen mache ich jetzt noch einmal einen Abstecher zu einem Tempel, der sich hier um die Ecke befinden soll. Aber zuerst brauche ich einen Kaffee. Mein Motor macht langsam schlapp.
Oh, was für ein kleines, niedliches Café. Das werde ich austesten. Dann mal rein. Hmm, wenig Platz und ich bin der einzige Gast. Scheinbar wird das von einem Ehepaar geführt. Herzlich willkommen werde ich aber. Dann mal Kaffee bestellen, es gibt eine Auswahl an verschiedenen Bohnen aus verschiedenen Regionen der Welt. Warten. Oha, da kommen gerade zwei Schüler rein. Alles klar, der eine scheint der Sohn der beiden zu sein. Also ein Familienbetrieb. Ich genieße es.

Weiter geht es zu dem Tempel, den ich anvisiert habe. Ich muss gleich mal auf Google Maps schauen, wie der heißt. Aha, das ist der Kita-in. Oh mein Gott! Die Pagode hier sieht wirklich schick aus. Hier scheint es auch einen Bereich zu geben, bei dem ich mir die hintere Anlage ansehen kann.
Aber ich muss zuvor im Schuhschrank meine Schuhe deponieren. Oh, das ist ein interessantes System hier. Anstatt Geld einzuwerfen, zieht man die Holzplatte raus. Damit ist das Fach verschlossen. Das ist dann faktisch der Schlüssel. 😯

Im Tempel gibt es 500 Rakanfiguren, die alle eine individuelle Pose und ein individuelles Gesicht haben. Die laufe ich jetzt mal ab. Mal schauen, ob das stimmt.
Das war natürlich nur Spaß. Ich werde das definitiv nicht kontrollieren, aber auf den ersten Blick scheinen sie wirklich alle unterschiedliche Gesichtsausdrücke zu haben. Wirklich cool, was man hier geschaffen hat. Macht Spaß, durch die Anlage zu laufen.

Und ich sehe gerade, ich kann hier sogar noch die Reste der letzten Herbstlaubfärbung mitnehmen, und das, obwohl wir bereits Mitte Dezember haben.
Na dann werde ich das mal genießen und noch ein, zwei Schnappschüsse machen. Im Übrigen hat Tokio jährlich nur 2 bis 4 Schneetage, an denen Schnee fällt.

Gefühlt bin ich jetzt durch mit allem. Ich weiß jetzt nicht, was ich mir hier noch in Kawagoe ansehen soll. Man ist eben schneller durch als geplant, oder ich bin einfach zu schnell zu Fuß unterwegs. Deswegen werde ich jetzt mal zum Bahnhof zurücklaufen und mich zu meinem nächsten Ziel aufmachen.
Aber irgendwie kommt jetzt gerade auch bei mir leicht der Hunger durch. Stimmt, da war ja noch etwas, was ich unbedingt probieren wollte. Hier mein Mittag: 2 × Taiyaki, gefüllt mit Süßkartoffeln und roter Bohnenpaste.

14:00 Uhr: Ich bin in Akihabara angekommen. Hier möchte ich jetzt schauen, ob die Hauptstraße weiterhin an einem Sonntag für den Autoverkehr gesperrt ist, sodass man diese als Fußgängerpromenade nutzen kann.
Whoa! Was ist hier passiert? Ich bin gerade geschockt. Scheinbar hat Covid seine Spuren hinterlassen. Der Großteil der bunten Reklame ist verschwunden, sowie viele der Anime-Stores. Das Ganze hat einen echt trostlosen Eindruck.

Ich mache erst einmal einen Abstecher zum Kanda Myōjin Schrein. Nicht, dass dieser auch geschlossen wurde. Glück gehabt. Das Teil ist weiterhin offen. Hätte mich auch gewundert.
Den schaue ich mir jetzt mal genauer an. In den vergangenen Jahren bin ich nicht wirklich dazu gekommen. Und natürlich noch fix ein kurzes Gebet zum Gott für Glück im Business. 🙏

16:00 Uhr: Ich habe jetzt nochmal eine kurze Pause bei Mos Burger eingelegt. Ich musste das Ganze erst einmal sacken lassen und verdauen. Ich bin wirklich gerade geschockt, wie diese bunte, schrille Welt in so kurzer Zeit verschwinden konnte.
Jetzt setzt aber langsam die Dämmerung ein und ich schieße noch schnell ein paar Fotos von den beleuchteten Reklameschildern. Nicht, dass diese in den nächsten Jahren auch noch verschwinden und hier gänzlich die Lichter ausgeknipst werden. Sicher ist sicher.

17:00 Uhr: Weiter geht es zur ersten Illumination für den heutigen Tag. Diese ist in Midtown Garden. Jeden Moment müssten hier gleich die Lichter angehen.
Ich wurde im Übrigen gerade gefragt, ob die Japaner ein Stromproblem haben. Ja, haben sie. Sie haben wahrscheinlich zu viel davon. 😂

Wow, ich bin schon wieder beeindruckt. Also, was man hier aufgefahren hat, das ist schon der Wahnsinn. Gleich noch einmal die gesamte Strecke durch die Anlage zurücklaufen und noch einmal umkehren und den Weg zurück. Das macht einfach nur Spaß.
Jetzt schaue ich mir nochmal die Frontseite an. Wow! Die ist aber auch beeindruckend beleuchtet. Und die Farben bei den Bäumen, die hier illuminiert sind, kommen richtig gut zur Geltung.

18:00 Uhr: Und auf geht’s zum nächsten Ziel, zu den Roppongi Hills. Das Teil befindet sich zum Glück gleich um die Ecke. Das sind wirklich nur 15 Minuten Fußweg bis dorthin, also für Tokio-Verhältnisse ein Katzensprung.
Ich bin schon angekommen und ich sehe gerade, man hat hier im Garten eine spezielle Illumination für den neuen Avatar-Film installiert. Der Film startet in wenigen Tagen und ich sehe immer wieder Promotion für den neuen Teil.

Jetzt schaue ich mir noch die illuminierte Straße an, die es hier bei den Roppongi Hills geben soll. Dann mal hoch, auf die oberste Ebene. Ich kann das nicht fassen, hier ist richtig viel los, wahrscheinlich auch, weil gerade Wochenende ist.
Ich muss mich erst mal anstellen, um einen Platz für ein Foto zu bekommen, aber ich sehe schon: Was man hier installiert hat, ist der endgültige Beweis, illuminieren können die Japaner. Sehr beeindruckend.

12.12.2022 – Shibuya Sky, verplant, Big Business
09:00 Uhr: Ich habe heute beschlossen, es mal etwas entspannter angehen zu lassen. Wovon ich aber aktuell wirklich begeistert bin, sind diese Straßenkonstruktionen, die ich hier in Ikebukuro sehe. Das ist schon der Wahnsinn.

09:45 Uhr: Ich bin jetzt erst einmal nach Shibuya gefahren. Mein Plan ist, jetzt von hier aus gemütlich zurückzulaufen und mir die Umgebung anzusehen. Dann mal los!
Interessant, ich hatte gerade einen neuen Spot gefunden, an dem es auch weitere Christmas-Lights geben könnte. Gleich mal auf die Liste packen und mal schauen, wo ich hier gelandet bin. Alles klar, das ist der Shibuya Stream.

10:30 Uhr: Ich bin einfach nicht daran vorbeigekommen und habe mich jetzt doch noch mal spontan dazu entschieden, auf den Shibuya Sky hinaufzufahren. Der Eintritt war dieses Mal 2.000 Yen und ich konnte sofort vor Ort ein Ticket kaufen. Der Ausblick ist schon genial und zum Glück ist auch nicht viel los.
Ich bin einfach nur begeistert von dieser Aussicht. Das Wetter ist top und ich genieße es einfach nur. Ich kann mich wirklich nicht sattsehen und habe mich dazu entschieden, noch ein, zwei Timelapse zu machen. Ich glaube, ich habe hier gerade auch einen idealen Spot für den Blick auf die Shibuya-Kreuzung gefunden, gut versteckt in der unteren verglasten Etage.

11:30 Uhr: Jetzt gönne ich mir erst mal einen Kaffee. Die ganzen Fotos und Videos haben ordentlich den Akku entleert. Oh man, ich könnte Stunden hier oben die Zeit verbringen und die Aussicht genießen. Einfach nur schön.

12:30 Uhr: Eigentlich wollte ich mir nur mal fix den neuen Nintendo-Store ansehen, musste jetzt aber doch noch warten, da ich ein Zeit-Ticket für den Eintritt erhalten habe. Dabei fühlt sich der Store gar nicht überlaufen an, aber die Auswahl an Nintendo-Produkten, die es hier gibt, ist wirklich gut.
Hmmm, vielleicht hätte ich doch einen größeren Koffer mitnehmen sollen. Na mal gucken, was ich aus dem Store am Ende mitnehme.

14:00 Uhr: Jetzt gönne ich mir erst mal ein leckeres Curry-Katsu-Chicken. Ich habe wirklich gerade ordentlich Hunger bekommen. Im Übrigen habe ich auch den Plan in der Zwischenzeit verworfen, zurückzulaufen. Das werde ich nicht mehr schaffen.
Aber dafür mache ich gleich noch einen Abstecher zum Square Enix Store. Der befindet sich hier auch gleich um die Ecke. Dann mal los und einen Blick reinwerfen. Hmm, im Vergleich zum Nintendo Store wirkt dieser aber etwas schlicht. Na was soll’s. Jetzt aber erst mal zurück ins Hotel. Hab dann später noch was vor.

18:30 Uhr: Die kleine Pause im Hotel tat richtig gut. Jetzt geht es zu meinem nächsten BNI-Event und diesmal scheint die Location sogar eine gehobenere zu sein. An der Einfahrt stehen Pförtner. Wo bin ich hier gelandet? Gleich mal auf Google Maps schauen. Meiji Kinenkan heißt die Location.
Sehr interessant. Der Ort hat sogar einen historischen Hintergrund. 1881 wurde dieses Areal und die Gebäude errichtet und hier beriet man sich auch zur Meiji-Verfassung.

19:00 Uhr: Los geht es mit dem BNI-Treffen. Gefühlt sind hier aktuell rund 100 Teilnehmer und ich durfte mich sogar zuerst präsentieren. 20 Sekunden hatte ich dafür. Hat gereicht.
Wow, mit dem Essen hat man hier ordentlich aufgefahren. Hier gibt es mehrere Stationen, an denen das Essen frisch zubereitet wird. Unter anderem kann man sich hier frisch zubereitetes Tempura und Sushi holen.

Ich werde hier wirklich gerade von einem Mitglied zum nächsten geschoben und habe gar nicht richtig Zeit, das Essen zu genießen. Zum Glück hat sich ein BNI-Mitglied geopfert und mir etwas zu essen an den Tisch gebracht, darunter auch etwas Sashimi, eine kleine Kombination an Sushi und natürlich Tempura. Sieht alles sehr lecker aus.

21:00 Uhr: Ich bin durch für heute. Es war richtig anstrengend, hat aber auf jeden Fall auch richtig Spaß gemacht. Ich fühle mich hier schon wieder pudelwohl und ich habe sogar jemanden kennengelernt, der mehrere Ramenläden in Tokio besitzt. Den werde ich mir sicherlich in den nächsten Tagen mal genauer ansehen.
Zum Schluss noch ein Gruppenfoto. Es sind wirklich viele Teilnehmer anwesend und so wie ich es mitbekommen habe, hat das Chapter hier ein Offline-Treffen durchgeführt, als eine Art Besucher-Tag, um neue Mitglieder zu zeigen, wie groß das Chapter tatsächlich ist. Coole Idee.

13.12.2022 – City Tour, neue Eindrücke, zu viel gelaufen
10:00 Uhr: Ohaijo. Nach dem gestrigen Abend lasse ich es heute mal etwas gemütlicher angehen und plane nur eine City-Tour. Ich starte mit der Tour heute in Marunouchi.
Ich bin gerade von diesem Weihnachtsbaum begeistert. Der könnte im Übrigen gleich bis Ostern stehen bleiben, da er mit lauter Hasen geschmückt ist. Nun ja, die Japaner haben eben ihre eigene Vorstellung von Weihnachten.

Ich laufe gerade etwas gemütlich durch Ginza und bin schon wieder begeistert, was ich hier alles sehe. Im Besonderen gefallen mir ja immer wieder diese kleinen Mikrohäuser, die man hier überall in Tokio findet.
Wenn man dafür ein Auge entwickelt hat, fällt einem diese gefühlt an jeder Straßenecke auf. Schon erstaunlich, was man hier auf kleinem Raum noch baut.

11:30 Uhr: Ich bin an meiner ersten Aussichtsplattform für heute angekommen. Diese befindet sich auf dem Kaufhaus Ginza 6, direkt mitten im Ginza-Viertel.
Und ich sehe gerade, man hat hier oben sogar eine Eisbahn installiert. Na wenn das mal kein Highlight ist: eine Eisbahn auf dem Dachgarten eines Shoppingcenters. Tolle Idee!

Weiter geht’s durch das Ginza-Viertel und ich sehe schon, hier muss ich unbedingt am Abend noch mal hin. Wenn ich mir die Bäume etwas genauer ansehe, sind diese geschmückt mit vielen Lichtketten.
Das wird somit ein weiterer Spot für Christmas Illumination, den ich mir mal am Abend genauer ansehen muss. Also gleich mal auf die To-Do-Liste damit.

12:00 Uhr: Ich bin an meinem nächsten Aussichtspunkt schon angekommen, dem Caretta Shiodome. Auf das Teil wurde ich vor ein paar Tagen in dem Reiseführer für Tokio aufmerksam. Das stand dort in einem kleinen Nebensatz, gut versteckt.
Und was für einen tollen Ausblick man von hier aus über den Hamarikyū-Park hat. Hier oben gibt es übrigens viele Sky-Restaurants und die Plattform ist eigentlich der Wartebereich, wenn man eines der Restaurants besuchen möchte, aber ich gebe zu, dass der Aufgang zu dieser nicht ganz einfach zu finden war.

13:00 Uhr: Weiter geht’s zu meinem nächsten Ziel. Ich will jetzt erst einmal eine Kleinigkeit in dem Restaurant essen gehen, dessen Inhaber ich gestern bei dem BNI-Event kennengelernt habe. Dort soll es ein gutes Ramen geben.
Oh man, das sieht wirklich lecker aus! Schön cremig ist die Soße, aber ich binde mir sicherheitshalber eines dieser Lätzchen um, die man hier kostenfrei dazu bekommt. Na, zum Glück habe ich das gemacht. Auch wenn man die Nudeln nicht schlürft, spritzt es doch etwas.

Wow, das war echt lecker. Ich glaube, ich werde in den kommenden Tagen noch ein weiteres Restaurant von ihm besuchen, aber erst einmal gebe ich ihm Feedback und er bekommt von mir auch gleich mal eine gute Google-Rezension.
Woah, was ist das? Noch so ein Mikrohaus, gut versteckt in einer Seitengasse. Ich bin begeistert und ganz offen: Ich würde hier sofort reingehen, wenn ich nicht so dermaßen gesättigt wäre. Das Teil sieht einfach zu verlockend aus.

Ah, da ist er wieder, der Tokyo Tower. Echt schick anzusehen. Mal schauen, ob ich da in den nächsten Tagen auch noch mal hinaufkomme. Geplant habe ich, das. Ich bin gerade wirklich so happy, dass ich wieder in Japan bin.
Im Übrigen bin ich auch gerade sehr froh darüber, dass ich noch Reste der Herbstlaubfärbung hier mitbekomme. An manchen Stellen kommen diese sehr gut zur Geltung, aber heute spielt aktuell das Wetter noch nicht wirklich mit.

14:00 Uhr: Auf geht’s zu meinem nächsten Ziel, dem Takanawa Gateway City. Hier soll in den kommenden Jahren ein komplett neuer Bereich entstehen. Das habe ich vor Kurzem in einem Video gesehen. Die Station ist bereits fertig.
Ok, das ist hier alles noch eine riesige Baustelle. Aber wenn ich hier auf den Infobildern sehe, was hier mal gebaut werden soll, dann wird es wirklich ein echt schicker Ort werden. Da freue ich mich schon drauf, wenn ich mir das Ergebnis ansehen kann.

Wenn man einfach mit offenen Augen durch die Straßen läuft, dann entdeckt man manchmal wirklich ein paar tolle Highlights. Ich finde es nämlich gerade sehr interessant, wie die Bäume hier in Japan verschnitten werden.
Man beachte: Der Typ oben auf dem Baum ist da ohne Leiter hinaufgekommen. Scheinbar muss man für den Job wirklich gut im Klettern sein.

15:30 Uhr: Ich habe gleich noch mal einen Abstecher zum Happo-en gemacht. Das ist ein Event-Gebäude mit einem wirklich sehr schönen japanischen Garten, den ich erstmalig 2015 besucht habe.
Wow, die Anlage hat nichts an ihrem Charme verloren. Ich bin einfach nur begeistert und auch hier sieht man zum Teil die Herbstlaubfärbung noch sehr gut. Jetzt teste ich aber erst einmal die Langzeitbelichtung von meiner Handykamera. Gutes Ergebnis.

16:30 Uhr: Los geht’s mit meiner heutigen Christmas-Illumination-Tour und ich habe bereits mein erstes Ziel, den Yebisu Garden Place erreicht. Aber irgendwie ist hier noch gar nichts beleuchtet. Wahrscheinlich bin ich zu zeitig.
Dafür scheint es hier gerade ein Hundetreffen zu geben. Nun ja, auch nett anzusehen und ich werde mal noch ein bisschen warten. Mal schauen, ob hier noch die Lichter eingeschaltet werden.

17:30 Uhr: Ganz offen, das war etwas enttäuschend. Da hätte ich definitiv mehr erwartet. Die Illumination wird als echtes Highlight angepriesen, aber bis auf den großen Kronleuchter gab es da nicht wirklich etwas Tolles zu sehen. Deswegen bin ich gleich weiter zu der Illumination zum Meguro River.
Und ja, das sieht hier schon viel, viel besser aus. Das gefällt mir richtig gut. Da ich 2017 auch mal zur Kirschblüte hier war, denke ich, ich verstehe ganz gut, warum die Bäume in dieser Farbe illuminiert wurden. Das Ganze ist halt illuminierte Kirschblüte zur Weihnachtszeit. Sehr schick.

18:00 Uhr: Ich bin durch für heute, aber was für eine geile Tour! Mein Schrittzähler sagt mir schon wieder über 30.000 Schritte und ganz offen qualmen die Füße ordentlich.
Jetzt erst einmal zurück ins Hotel und eventuell unterwegs noch eine Kleinigkeit essen. Die Ramen-Suppe von heute Mittag hat mich doch gut gesättigt. Viel möchte ich deswegen heute nicht mehr essen.

14.12.2022 – Yokohama: Tradition & Moderne
06:30 Uhr: Ohayo! Es wird Zeit zum Aufstehen. Heute möchte ich nämlich nach Yokohama fahren und mir dort einiges ansehen. Ich plane, dort den ganzen Tag zu verbringen und mir am Abend ein paar Illuminationen anzusehen, die ich zuvor in einem Video gesehen habe.
Doch erst einmal raus aus den Federn. Und den Sonnenaufgang von meinem Hotel aus genießen. Man das sieht wirklich jedes Mal aufs Neue schick aus. Ich bin begeistert von der Unterkunft. Und los gehts.

08:15 Uhr: Das ging doch alles viel schneller als gedacht. Irgendwie habe ich das Gefühl, ich habe langsam raus, wie ich mich schnell von A nach B in Tokio bewege, aber die eigentliche Herausforderung ist jetzt noch, den Bus- oder Bahnhof zu finden.
Und das kann wirklich herausfordernd sein! Denn wie ich hier gerade sehe, ist das alles sehr stark verwinkelt. Dann mal den nächsten Lifehack nutzen und immer schön nach den Schildern Ausschau halten, die sich hier überall befinden. Okay, davon geht es lang.

09:30 Uhr: Ich bin an meinem ersten Ziel, dem Sankei-en angekommen und ich habe auch gleich einen neuen Skill aufgefrischt, nämlich mit dem Bus zu fahren. Das habe ich bisher nicht so häufig gemacht, aber funktioniert gut.
Im Übrigen bin ich schon wieder begeistert. Wir haben zwar Mitte Dezember, aber der Sankei-en sieht einfach nur wunderschön aus und ich sehe sogar noch Reste der Herbstlaubfärbung. Wie wird das hier wohl aussehen, wenn alles blüht?

Wow, ich komme einfach aus dem Staunen nicht mehr heraus. Was für ein schöner Ort und ich habe den Eindruck, er ist komplett unterrepräsentiert. Ich sehe hier ein paar Japaner herumlaufen, aber ansonsten bin ich gefühlt der einzige Ausländer.
Ich muss mich aber immer wieder selbst disziplinieren, nicht zu sehr zu hetzen und mir die Zeit zu nehmen, alles in Ruhe anzusehen. Aber ich kann jetzt schon sagen: Das ist definitiv ein Highlight von Yokohama, wenn man den Weg auf sich nimmt.

11:00 Uhr: Ich bin in Chinatown angekommen. Das mit dem Busfahren habe ich im Übrigen auch gleich noch mal geübt. Nach den vielen Impressionen aus dem Garten war das genau die richtige Entscheidung, alles noch mal sacken zu lassen.
Aktuell bin ich in Chinatown aber wirklich verwundert. 2017 war hier viel mehr los. Das Viertel wirkt ausgestorben, aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu zeitig da.

Das Gute daran ist aber, dass ich, dadurch dass hier gerade so wenig Menschen unterwegs sind, ein paar Fotos schießen kann, ohne dass die gleichen Menschenmassen vor die Linse laufen.
Also dann, auf durch das Viertel und mal schauen, was mir so vor die Linse läuft.

12:00 Uhr: Und weiter geht’s am Hafen lang. Ich habe dann nämlich noch ein Treffen und muss mich langsam in Richtung des Treffpunkts begeben.
Im Übrigen liegt hier im Hafen dieses Schiff, das Hikawa Maru. Das war früher mal ein bekanntes Passagierschiff. Heute ist es ein Museum. Bin ich bisher auch noch nicht dran gewesen, könnte ich aber wirklich mal auf meine To-Do-Liste setzen.

13:00 Uhr: Angekommen und es wird Zeit, endlich was zu essen. Wir sind gerade am Abwägen, was es wird, und schlendern hier durch die Food-Passage der Shopping-Malls.
Ich glaube, wir haben es gefunden. Ich werde heute mal unter fachgerechter Anleitung das erste Okonomiyaki selbst machen. Ich bin gespannt, ob wir es hinbekommen und wie es am Ende schmeckt. Aber wir werden es schon schaffen.

16:00 Uhr: Was für ein schönes Treffen. Jetzt muss ich noch die Zeit bis 17:00 Uhr herum bekommen. Was soll ich bloß tun? Ach ja, im Übrigen: Dieses Riesenrad hier in Yokohama war mal das größte der Welt. Aktuell befindet es sich auf Rang 22.

Dann schlendere ich noch mal ein bisschen durch die Shoppingcenter, die es hier gibt. Hier findet im Übrigen gerade ein Harry Potter Christmas Festival statt. Ich bin zwar kein bekennender Fan von Harry Potter, auch wenn ich alle Bücher gelesen habe und diese auch gut fand, aber ich weiß, dass die Japaner verrückt danach sind. Das kommt gleich nach Disney.

Oh man, die Stadt ist wirklich gefühlt sehr klein und überschaubar. Ich vertrete mir echt gerade die Beine. Aber der gesamte Hafenbereich wurde in der Zwischenzeit wirklich sehr gut ausgebaut.
Das macht Spaß, hier langzulaufen. Und da drüben auf dem Landmark Tower, dem höchsten Gebäude der Stadt, war ich 2017 auch schon einmal. Da muss ich irgendwann auch mal wieder hinauf.

17:00 Uhr: Endlich geht es los mit der Space Illumination. Pünktlich 17:00 Uhr sind die Lichter angegangen. Mein Plan: Ich werde das ganze Teil jetzt noch einmal ablaufen. Oh man, das sieht schon wieder geil aus. Ich bin begeistert.

Und wenn ich mir die Hafenskyline ansehe, weiß ich nicht, was ich dazu sagen soll. Das wirkt auf einmal ganz anders als tagsüber. Richtig schön beleuchtet. Durch die Reflexion auf dem Wasser hat das nochmal einen ganz anderen Effekt. Einfach nur wow!

Ich kann es echt nicht glauben: Die haben hier wirklich das gesamte Hafenviertel illuminiert. Sehr beeindruckend, aber was mir auch auffällt: Das Ganze wirkt stimmiger als in Tokio. Dort sind die Bereiche einzeln illuminiert und jeder Abschnitt wirkt auch nur für sich alleine.
Hier in Yokohama hat man dagegen ein Gesamtkonzept installiert. Deswegen wirkt auf mich die gesamte Stadt wie eine einzige Weihnachtsillumination.

18:00 Uhr: So, langsam qualmen meine Füße. Das war heute ein richtig langer Tag. Und mein Schrittzähler sagt mir, ich habe ordentlich Schritte gemacht.
Ich bekomme auch mit, dass ich wirklich müde werde. Ich bin jetzt im Japan-Modus angekommen und könnte im Zug schlafen, aber Yokohama ist wirklich cool. Für mich wird es jetzt aber Zeit, zurückzufahren nach Tokio.

15.12.2022 – Tokyo Tower, Illumination total
08:30 Uhr: Ohayo! Heute bin ich etwas später gestartet. Ich möchte es heute mal etwas ruhiger angehen lassen. Mein Ziel ist, zu entschleunigen und weniger als 20.000 Schritte auf dem Zähler zu haben, aber erst einmal werde ich mir Marunouchi am Tag ansehen.
Vor ein paar Tagen bin ich hier bereits am Abend zur Illumination gewesen. Bin gespannt, was sich hier gerade verändert. Die Stadt an sich ist wirklich sehr dynamisch und überall kann man neue Dinge entdecken, selbst wenn man, nur einmal jährlich hierherkommt.

Ich bin gerade etwas im Stress. Eigentlich hatte ich einen guten Zeitpuffer eingerechnet, aber die U-Bahn hat gerade Verspätung gehabt.
Problem ist nämlich: Mein nächstes Ziel hat ein Zeit-Ticket und jetzt heißt es für mich: Ich muss mich ranhalten, damit dieses nicht verfällt. Dann mal los, ich werde es schaffen.

10:00 Uhr: doch noch rechtzeitig angekommen und da vorne ist schon mein Ziel, der Tokyo Tower. Ich möchte heute mal aufs Top-Deck hinauf, welches in den letzten Jahren erneuert wurde.
Ich bin gerade etwas überrascht darüber, dass hier gar nichts los ist. Ich glaube, mit dem Zeit-Ticket hätte ich mich gar nicht stressen müssen. Bei den wenigen Menschen, die sich hier gerade befinden, wäre ich auch später noch hineingekommen. Nun ja, jetzt aber hinauf.

10:45 Uhr: Endlich oben angekommen und wirklich sehr beeindruckend, was man hier neu gebaut hat. Die ganzen Spiegel, die hier integriert wurden, schaffen eine tolle Atmosphäre, aber auch hier scheint nicht viel los zu sein.
Nun, dazu muss man wissen: Es wird auch nur eine kleine Anzahl an Menschen hier hinaufgelassen. Aber wie bereits erwähnt musste ich heute nirgendwo anstehen und konnte nahezu direkt hinauffahren.

Ich bin wirklich beeindruckt, wie toll die Aussicht ist. Ich habe so langsam den Eindruck, dass Dezember eine richtig gute Reisezeit ist. Solche klaren Blicke hatte ich bisher noch nicht, zumindest soweit ich mich erinnern kann.
Ich sehe aber auch gerade, dass hier ein neuer Wolkenkratzer gebaut wird. Wow, das Teil ist wirklich groß. Ich habe den Eindruck, der könnte sogar größer werden als der Tokyo Tower. Das muss ich später noch mal recherchieren.

Ich bin wieder zurück auf dem Main Deck. Das ist die größere Plattform, die man auch von Weitem gut erkennen kann. Diese Plattform hat zwei Etagen und auf der untersten Etage gibt es mehrere Glasfußböden.
Ich liebe die Teile ja und mache gleich mal ein paar Fotos. Sieht schon toll aus, wenn man so in die Tiefe blickt. Da darf man wirklich keine Höhenangst haben.

Ich bin fertig und mal schauen, wo ich jetzt noch hinmache. Habe noch etwas Zeit bis zum nächsten Ziel. Da steht im Übrigen eines von den Foodcars. Diese findet man immer mal wieder zur Mittagszeit vor größeren Bürokomplexen.
Mir sind sie bereits auf der ersten Reise 2014 aufgefallen. Hm, muss ich wahrscheinlich irgendwann mal auch ausprobieren, wie das Essen dort schmeckt.

12:00 Uhr: Zeit für ein kleines Mittagessen und ich kann nur sagen: Verdammt lecker! Aber auch hier fällt mir auf: Die Portionen sind wirklich kleiner, als dies bei uns in Deutschland üblich ist. Ich bin trotzdem nach einer solchen Portion immer gut gesättigt und habe nicht das Bedürfnis, dass ich kurz darauf mehr essen müsste.

15:15 Uhr: Weiter geht’s zu meinem nächsten Ziel. Um hierher zu kommen, hatte ich gerade eine 90-minütige Anfahrt. Ich bin schon gespannt, was mich erwartet. Das soll richtig gut werden.
Aber erst einmal muss ich die Seilbahn finden, mit der ich zu meinem Ziel komme. Ah, da geht es lang. Dann mal los.

Ich bin im Übrigen gerade in einem Freizeitpark, aber mein Ziel ist nicht, dass ich hier mit der Achterbahn fahren möchte. Der Grund ist natürlich eine Illumination. Hier im Yomiuriland gibt es in den Wintermonaten die „Yomiuriland Jewellumination“.
Damit ich einen Eindruck von dem Freizeitpark bekomme, bin ich deswegen bewusst etwas eher hergefahren, damit es noch hell ist. Ich werde somit jetzt erst einmal eine Runde durch den Freizeitpark laufen, um zu schauen, wie groß er ist, und wo ich unbedingt nochmal hin muss.

17:00 Uhr: Die Lichter sind gerade angegangen und ich kann einfach nur sagen: Wow, die haben hier wirklich den kompletten Park illuminiert, und wenn ich sage komplett, dann meine ich komplett.
Das sieht wirklich beeindruckend aus und ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, Fotos zu schießen. Ich werde deswegen jetzt einfach noch mal dieselbe Runde ablaufen, die ich gerade schon im Hellen gelaufen bin.

Ich bin wirklich sprachlos, was man hier alles illuminiert hat, aber ich habe auch gerade einen Farbflash. Gefühlt sehe ich nur noch bunte Lichter und bekomme auch mit, dass meine Augen etwas überreizt sind.
Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich eine tolle Idee ist oder ob man hier einfach gnadenlos übertrieben hat. Lasst mich mal kurz darüber nachdenken. Nun ja: Muss jeder selbst wissen, ob er sich das anschaut. Hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt, das mal zu sehen.

19:30 Uhr: Ich bin jetzt wieder gemütlich zu meinem Hotel zurückgefahren. Wie bereits erwähnt, gibt es hier in der Shopping-Passage so viele Restaurants, dass man theoretisch 14 Tage immer in einem anderen Restaurant essen könnte. Ich habe mich heute für Omu-Reis entschieden und lass jetzt den Abend ausklingen.
Kurzer Blick in den Schrittzähler: Na super, wieder nicht geschafft. Er zeigt mir aktuell 23.000 Schritte an. Ich glaube, das wird auf dieser Reise nichts mehr mit dem Entspannen.

16.12.2022 – Citywalk, Skytree, Tokyo Dome
09:00 Uhr: Heute mache ich eine gemütliche City-Tour, bevor ich mir heute Abend noch ein paar Illuminationen ansehe, aber erst einmal auf zur Ikebukuro-Station.
In der Zwischenzeit ist das alles schon Routine. Ich gehe einmal durch das noch schlafende Shoppingcenter und dann durch die unterirdische Passage bis fast zur Station der Ikebukuro-Station. Hier ist alles noch sehr entspannt und angenehm.

Wovon ich immer wieder in Japan begeistert bin, ist, dass es an den größeren Bahnhöfen extra Wartebereiche gibt. Diese sind auf dem Boden markiert und alle Japaner halten sich auch daran.
Dadurch wirkt das Einsteigen extrem stressfrei: Diejenigen, die aus dem Zug aussteigen möchten, kommen auch wirklich raus und der Ausstieg wird nicht von den Einsteigenden blockiert. Sehr schlaues System, das ich mir auch für Deutschland wünschen würde.

10:00 Uhr: Ich bin bei meinem heutigen Ziel in Nippori angekommen. Von dort aus möchte ich dann nach Ueno laufen und ein paar ruhige Ecken erkunden.
Aber erst einmal gönne ich mir einen Kaffee in meiner Lieblingskaffee-Kette in Japan, nämlich Tully’s. Warum das so ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, aber ich nehme mir fest vor, auf den nächsten Reisen auch mal andere Ketten auszuprobieren.

Ich bin gerade an einem Schrein, dem Kyōōji, an dem ich bereits 2018 schon mal war. Damals habe ich bewusst eine kleine historische Tour durch Tokio gemacht und mir Überreste von historischen Plätzen angesehen, die es hier noch gibt.
Dieser Schrein ist einer davon gewesen. In diesem fand die letzte Schlacht von bewaffneten Samurais statt, die sich gegen das neue Meiji-Regime auflehnten. Die Einschusslöcher findet man noch in dem Eingangstor.

Das Gebiet, in dem ich mich hier gerade befinde, heißt im Übrigen Yanaka-Ginza und ich kann nur sagen: Ich bin schon wieder begeistert. Hier gibt es so viele Gassen, in denen wirklich keine Menschenseele ist. Ein extrem ruhiger Platz mitten in Tokio, wenn man mal Ruhe vor dem Trubel sucht.

Wow, ich komme wirklich schnell voran. Ich bin schon in Ueno am Tōshō-gū angekommen. Der Schrein stammt aus der Edo-Zeit und hat eine große mit Blattgold überzogene Tür.
Aber ich bin auch von der Pagode begeistert, die sich hier auf dem Gelände des Schreins befindet. Sehr beeindruckend.

Oh, was ist das hier? Ein Totenpfahl? Der ist mir bisher noch gar nicht aufgefallen. Was soll das darstellen? Ich sehe nur ein großes „L“ und die Schrift „Lions International“.
Das könnte eine Spende sein und, laut den Tier-Symbolen, ein Geschenk für den Ueno-Zoo? Das muss ich irgendwann noch mal nachrecherchieren.

12:00 Uhr: Ich bin gerade am Ameyoko Market angekommen. Das ist ein Shopping-Distrikt, in dem es normalerweise ziemlich voll ist.
Im Vergleich zu den ruhigen Gassen zuvor wird es hier auch etwas voller, aber ich habe immer noch den Eindruck, die Nachwehen von Covid hier zu spüren. Es wirkt bei Weitem etwas ruhiger als noch vor ein paar Jahren.

13:00 Uhr: Ich bin jetzt rübergesprungen nach Asakusa. Jetzt schaue ich mir diese Gegend auch noch mal an.
Ich will einfach wissen, was hier gerade los ist, da dieses Gebiet normalerweise von Touristen komplett überlaufen ist, aber mein erster Eindruck ist: Auch hier wirkt alles leerer und ruhiger als sonst.

Das macht wirklich Spaß, durch dieses Gebiet zu laufen, wenn die Touristenmassen fehlen. Die überdachten Shoppingpassagen sind einfach nur beeindruckend, aber auch der Tempel, komplex und riesig.
Und ganz offen: Mit dem Wetter habe ich richtig Glück: purer Sonnenschein und keine Wolke am Himmel.

14:00 Uhr: Wird Zeit, dass ich eine Kleinigkeit esse. So langsam bekomme ich wirklich Hunger. Ah, schau mal, hier ist ein kleines Lokal. Und es sitzen viele Japaner drin. Das scheint wirklich ein Treffpunkt der Einheimischen zu sein.
Gleich mal reingehen. Alles klar. Katsu-Chicken mit Ei wird es heute werden. Das sieht lecker aus. Itadakimasu.

15:00 Uhr: Das tat gut. Mein nächstes Ziel ist jetzt der Skytree von Asakusa. Ist das ein gemütlicher Citywalk? Und den SkyTree sieht man auch von überall her schon dominant aufragen. Dann mal los, SkyTree, ich komme.

16:45 Uhr: Sonnenuntergang und die Vorfreude steigt langsam. Jetzt müssten gleich die Christmas Lights angehen.
Die Zeit habe ich unterdessen genutzt und mir entspannt im Skytree noch das eine oder andere angesehen, aber vor allem auch mal eine kleine weitere Pause eingelegt. So langsam bekomme ich es in den Füßen mit.

17:15 Uhr: Wow, das sieht wirklich schick aus. Das gesamte Areal rings um den Skytree hat man illuminiert und auf der oberen Ebene gibt es im Außenbereich sogar einen kleinen Weihnachtsmarkt.
Oh, was sehe ich da gerade? Der Skytree wechselt sogar seine Farben. Echt toll gemacht. Ich bin sehr beeindruckt.

18:00 Uhr: Ich bin jetzt rübergesprungen zum Tokyo-Dome. Auch hier soll es eine Illumination geben, die ich mir jetzt ansehen möchte. Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass es abends immer etwas stressiger wird, wenn man sich alle Illuminationen ansehen möchte.
Wow, das hat sich gelohnt. Ich muss sagen, die Illumination hier gefällt mir sogar ein Stückchen besser als das, was ich gerade am Skytree gesehen habe. Hier hat man gefühlt mehr interaktive Elemente integriert.

OMG, was ist das? Ich stehe gerade in einem Lichttunnel, der seine Farben in eine Richtung wechselt. Man kann somit dem Farbwechsel einfach folgen.
Ich weiß gar nicht, wie man das erklären soll. Das muss man einfach nur gesehen haben. Ich komme gerade aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Oh was ist das hier? Ein Moomin-Cafe? Aber was ich auch hier wieder richtig schick finde, sind die Sitzplätze vor dem Café. Auf diesen wartet man, bis ein Platz im Café frei wird.
Das Prinzip dahinter: Die Ersten, die vor der Tür sitzen, gehen rein, wenn ein Platz frei wird. Die Nächsten rücken anschließend auf den Stühlen nach. Sehr gemütlich und einfach cool mitgedacht. Genau das liebe ich an Japan.

18:45 Uhr: Ich gönne mir jetzt noch was Kleines zum Abendessen. Ich bin durch für heute. Das war wieder ein laufreicher Tag. Bis zum Hotel werde ich dann auch noch etwas brauchen, aber ich bin echt happy mit dem, was ich heute wieder gesehen habe.

17.12.2022 – Odaiba, teamLab, Feuerwerk
07:30 Uhr: Ohayo. Gestern habe ich das tolle Wetter noch gelobt, aber heute soll es den ganzen Tag bewölkt sein. Ich mache mich erstmal gemütlich fertig und später auf den Weg nach Odaiba.
Ich möchte mir heute mal die neu geschaffenen Inseln dort ansehen, also dort, wo auch der neue Fischmarkt entstanden ist.

10:00 Uhr: Bin angekommen. Whoa, was ist das hier? Ist das wirklich gerade ein Kirschbaum in voller Blüte und das im Dezember?
Es ist aber auch schön warm für Dezember. Kann es sein, dass die Natur etwas verwirrt ist? Ich gebe zu, ich auf jeden Fall.

Oh, das ist auch interessant. Hier gibt es einen kompletten größeren Bereich, auf dem man campen und grillen kann. Das Equipment wird dabei zur Verfügung gestellt und man kann sich hier einfach einmieten.
Also ideal, wenn man selbst nicht über das Equipment verfügt, dieses Erlebnis aber gerne mal haben möchte.

Ich bin gerade beim neuen Fischmarkt angekommen und was habe ich hier entdeckt? Einen Dachgarten.
Wow. Von hier aus hat man wirklich einen schönen Blick zur Rainbow Bridge und hier oben ist nichts los. Also ein echter Insider-Tipp

12:00 Uhr: Ich bin jetzt noch mal runtergegangen in den neuen Fischmarkt. Hier ist wirklich nicht viel los und es gibt auch nicht viel zu sehen.
Es kann aber auch sein, dass ich einfach nur zu spät bin, da viele der Geschäfte schon geschlossen haben. Ist vielleicht auch wie im alten Fischmarkt: Wenn man dem Trubel beiwohnen möchte, muss man sehr zeitig hier sein.

Ich werde im Übrigen heute mal einen Takoyaki-Tag einlegen. Mein Ziel ist es, mich durch verschiedene Sorten von Takoyaki durchzutesten.
Und was soll ich sagen: Die ersten sind schon lecker gewesen. Aber ich bin auch überrascht, wie satt die mich bereits gemacht haben.

14:00 Uhr: Bin gerade im wichtigsten Ziel für heute angekommen: dem teamLab Planets. Darauf habe ich mich richtig gefreut, denn ich war bereits 2019 von dem teamLab sehr beeindruckt.
Im Übrigen habe ich gerade gelesen, dass man für 2024 auch eine Installation in Hamburg plant.

Was soll ich sagen? Ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Effekte sind hier einfach der Wahnsinn und meine Handy-Kamera glüht gefühlt schon bei den ganzen Fotos und Filmen, die ich gerade hier mache.
Hier gibt es im Übrigen auch einen Bereich, in dem man komplett im Wasser steht und wenn es dunkel wird, schwimmen dann in diesem Wasser digitale Fische. Sehr schick gemacht.

16:00 Uhr: Ich bin jetzt weitergefahren zum Gundam bei Diver City in Odaiba. Erschrocken war ich aber darüber, dass Palette-Town abgerissen wird. In dem Shopping Center gab es früher mal eine Mall im italienischen Stil. Was man dort wohl hinbauen wird?
Hier werde ich mir jetzt meine zweiten Takoyaki des Tages gönnen. Ich bin gespannt, wie diese schmecken. Im Übrigen unterscheiden diese sich nur in den Toppings, die man dazu wählen kann.

Diver City ist wirklich riesig. Hier kann man auf mehreren Etagen durch das Shoppingcenter schlendern und wirklich viel Zeit verbringen.
Aber worüber ich gerade wirklich schmunzeln musste, ist dieser Doraemon auf der Bank vor dem Shopping-Komplex. Das ist ein bekannter Charakter aus einem Manga, der vor allem in Asien populär ist.

17:00 Uhr: Ich bin gerade an der Freiheitsstatue hier in Odaiba angekommen. Natürlich ein Nachbau, aber eine tolle Kulisse mit der Rainbow Bridge und dem Tokyo Tower im Hintergrund. Ich sehe gerade, sie wechselt sogar die Farben.

Oh, das scheint hier ein gesamtes Ensemble an Lichtinstallationen zu sein, denn ich sehe auch gerade, dass das Fuji-Television-Gebäude seine Farben immer wieder wechselt. Wow, das wirkt wirklich toll.
Aber ansonsten bin ich von der Weihnachtsillumination hier in Odaiba etwas enttäuscht. Das wirkt alles im Vergleich zu dem, was ich die letzten Tage gesehen habe, mau.

18:30 Uhr: Das war gar nicht so einfach, einen tollen Platz mit Blick auf die Rainbow Bridge zu finden. Hier soll nämlich in 30 Minuten ein Feuerwerk stattfinden.
Aber vielleicht hätte ich mir doch etwas Wärmeres anziehen müssen. Denn jetzt heißt es für mich noch: 30 Minuten in der Kälte warten. Jetzt hilft nur eines: immer mal wieder eine Runde auf der Stelle treten.

19:00 Uhr: Ganz klar, das Warten hat sich gelohnt. Das, was man hier gerade abfeuert, sieht wirklich beeindruckend aus. Die Kulisse ist aber auch einfach spektakulär. Jetzt werde ich das Ganze erst mal genießen.

20:00 Uhr: Wow, was für ein ereignisreicher Tag. Wieder viel gesehen und sehr viele Impressionen mitgenommen.
Aber jetzt gönne ich mir zum Abschluss des Tages nochmal eine weitere Portion Takoyakis. Das ist dann Nummer 3. Im Übrigen gibt es meistens 4 Toppings zur Auswahl. Ich habe somit nicht alle geschafft.

18.12.2022 – Von Ikebukuro nach Shibuya zu Fuß
09:00 Uhr: Ohayo, der Plan für heute ist: Ich möchte einfach laufen und schauen, was ich so entdecke. Ich werde dazu nach Shibuya zu Fuß gehen und mich einfach inspirieren lassen. Das Wetter soll heute wirklich schön werden. Dann mal los.
Da in Japan der Platz überall knapp ist, baut man, wo man noch Platz findet. Wie hier zum Beispiel unter einer Hochstraße: Da passen dann doch noch zweistöckige Gebäude da runter. Sehr witzig.

Wo bin ich denn hier gelandet? Hier laufen überall Katzen herum und ich habe auch gerade ein Schild gesehen, auf dem auf die vielen Katzen hingewiesen wird.
Scheint ein besonderer Ort zu sein, aber so etwas habe ich wirklich bisher noch nie gesehen. Muss ich später noch mal nachschauen, wo ich mich hier genau befinde.

Oh und was sehe ich da? Das ist doch die Sakura-Bahn. Diese hatte ich mal in einem YouTube-Video gesehen, aber wusste bisher nicht, wo sie wirklich langfährt.
Doch, wenn ich das gewusst hätte, dass die faktisch gleich gefühlt neben meinem Hotel langfährt. Ach egal, jetzt habe ich sie gesehen und weiß, wo sie sich befindet.

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass es überall in Tokio kleine Häuser, sogenannte Mikrohäuser, gibt?
Was mich auch immer wieder beeindruckt, sind die vielen kleinen Häuser, die man noch vor Hochhäusern reingequetscht hat. Obwohl ich eher davon ausgehe, dass die kleinen Häuser vorher schon standen und man später das Hochhaus einfach dahintergesetzt hat.

Und immer wieder sieht man auch solche kleinen Gebäude wie das hier auf der anderen Straßenseite. Das ist im Übrigen eine Polizeiwache, die hier in Tokio ziemlich nah beisammen stehen.
Ich würde mal behaupten, gefühlt alle drei Querstraßen hat man eins davon in irgendeiner Form. Da fühlt man sich doch gleich sicher.

Im Übrigen finde ich auch diese Formen der Absperrungen immer wieder witzig. Diese gibt es wirklich in den verschiedensten Ausführungen und mit den verschiedensten Designs.
Das ist nun mal die typisch verspielte japanische Art, die man hier überall entdeckt.

11:30 Uhr: Wow, was für ein Megamarsch, den ich gerade hinter mir habe. Ich bin nämlich jetzt in Harajuku angekommen.
Diese schrille Straße ist ein beliebter Treffpunkt von Mädchen. Und sie befindet sich zwischen Shinjuku und Shibuya.

Mein Ziel ist aber das Peanuts Café, welches ich vor ein paar Tagen hier entdeckt habe. Da gehe ich jetzt rein und werde erst einmal eine Kleinigkeit essen.
Oh, das sieht lecker aus. Und ja, ich gebe zu: mächtig viel Süßkram, aber dann mache ich jetzt eben mal auf Süß.

13:00 Uhr: So einfach durch die Gegend zu laufen, ist natürlich nichts für mich. Ich hatte natürlich ein konkretes Ziel, und zwar eine teamLab-Installation hier in Shinjuku.
Diese ist kostenfrei und eine Kooperation mit Samsung. Sehr interessant, wenn auch sehr klein und überschaubar, aber was soll’s: Ist halt kostenfrei.

Weiter geht’s zur Shibuya-Station. Ich nehme dazu die Cat Street. Aber im Gegensatz zu den vielen Katzen von vorhin findet man hier keine einzige.
Dafür ist die Straße um einiges ruhiger als die umliegenden Hauptstraßen. Ich mag diese Straße einfach. Das erste Mal hatte ich sie 2014 entdeckt.

13:45 Uhr: Ich bin erneut am Miyashita Park angekommen. Diesmal ist es etwas voller als beim letzten Mal.
Aber ich bin gerade von dem Blick von der Brücke, die sich hier nebenan befindet, sehr beeindruckt. Der Blick auf den Park ist wirklich toll.

Hier gleich neben dem Miyashita Park gibt es eine schmale Gasse. Diese stammt noch aus der Nachkriegszeit und blieb erhalten, als man den Park neu baute.
Ich finde: ein toller Spot für eine Street-Aufnahme. Dann mal schnell noch eine gemacht. Super, ich finde sie gelungen, oder?

16:30 Uhr: Ich bin noch mal kurz zum Hotel zurückgefahren, um noch einmal einen kleinen Zwischenstopp einzulegen. Ich mache gleich weiter zu einem Abendtreffen.
Ich habe im Übrigen gerade aus meinem Hotelzimmer hinausgeschaut und dabei festgestellt, dass das Deck, welches sich hier unterhalb befindet, ein Fahrschulparcours ist. Deswegen die komischen Linien auf dem Dach.

18:00 Uhr: Auf geht’s zu meinem ersten Treffpunkt. Dieser befindet sich nördlich von Ueno. Das Viertel hier wirkt noch wie im Stil der 90er, also perfekt für eine kleine Zeitreise.

Ich wurde gerade in einem Restaurant eingeladen, welches von drei Männern geführt wird, die vor COVID ein Ninja-Restaurant hatten. 2019 war ich bei ihnen zu Besuch und konnte dort kleine Showeinlagen genießen.
Das hiesige Restaurant wirkt dagegen eher wie eine Izakaya-Bar. Meine Gastgeber haben verschiedene Gerichte bestellt, bei denen ich nicht wirklich von allen sagen kann, was es war, aber eins kann ich sagen: Es war extrem lecker.

19:30 Uhr: Wir sind jetzt weiter nach Shimbashi gefahren. Hier gibt es ein kleines Nachtviertel, welches mir auch zuvor noch nie aufgefallen ist. Wir gehen jetzt in eine Karaoke-Bar.
Schon angekommen und die Bar ist wirklich klein. Hier ist Platz für maximal zehn Personen. Und wie ich sehe, ist der Champagner auch schon kaltgestellt. Deswegen mache ich Schluss für heute, denn wie heißt es so schön: Was in Vegas passiert, bleibt in Vegas.

19.12.2022 – Von Ikebukuro nach Akihabara zu Fuß
10:00 Uhr: Ohayo, man, das war gestern wirklich eine feuchtfröhliche Feier. Die Japaner waren ganz schön angeheitert und ich weiß nicht, wie viele Flaschen Champagner wir an dem Abend geköpft haben.
Deswegen bin ich heute etwas später aus dem Bett gekommen. Und jetzt habe ich vor, von Ikebukuro nach Akihabara zu laufen. Mal schauen, was ich alles unterwegs entdecke.

Das Gute an Japan ist wirklich: Um Trinken muss man sich in Tokio keine Gedanken machen. Gefühlt an jeder Ecke steht immer mindestens ein Getränkeautomat mit kalten und warmen Getränken.
Im Winter gibt es im Automaten mehr warme Getränke und im Sommer dementsprechend mehr kalte Getränke.

Was mir aber an Tokio immer wieder gefällt, sind die vielen kleinen versteckten Tempel, die man hier überall findet.
Man läuft irgendwo lang, dann zweigt irgendwo ein Weg ab und auf einmal befindet man sich auf einem Tempelgelände, welches versteckt hinter Hochhäusern liegt. So was zu entdecken und zu erkunden macht mir richtig viel Spaß.

Whoa, was ist das denn? Ein gigantischer Fußball auf einem Haus. Könnte das vielleicht das Head Office eines populären Fußballvereins sein, der hier beheimatet ist? Sehr interessant.

11:30 Uhr: Ich bin gerade am Tokyo Dome angekommen. Hier war ich bereits vor ein paar Tagen zur Weihnachtsillumination. Das Besondere an diesem ist: Hier befindet sich mitten im Shopping Center ein Freizeitpark.
Der Ort ist für mich aber auch aus einem anderen Grund etwas Besonderes: 2014 war das Tokyo Dome Hotel mein erster Ort, an dem ich auf meiner ersten Japanreise übernachtet habe.

Hatte ich schon erwähnt, dass die Japaner sich überall ordentlich anstellen? Ich sehe nämlich hier gerade eine Bushaltestelle. Und obwohl es keine Markierungen gibt, stehen die Japaner ordentlich in einer Reihe an, sodass einer nach dem anderen in den Bus einsteigen kann.
Nicht wie bei uns, wo gefühlt eine Traube vor der Tür steht und alle versuchen, gleichzeitig hineinzukommen.

Oh, nicht nur an Bushaltestellen stellt man sich an. Das hier ist ein Raucherbereich und ich sehe gerade: Auch hier wird sich ordentlich angestellt, um in den Bereich hineinzukommen, wenn der überfüllt ist.
Rauchen ist hier in Tokio im Übrigen nahezu überall im öffentlichen Raum verboten.

12:15 Uhr: Ich bin endlich angekommen in Akihabara. Etwas über 2 Stunden habe ich gebraucht. War wieder mal eine schöne Tour. Und die Häuserschluchten sind schon schick anzusehen.
Jetzt habe ich aber langsam Hunger. Und da ich weiß, dass hier um die Ecke ein weiterer Ramenladen von dem BNI-Mitglied sein soll, welches ich auf dem einen Event kennengelernt habe, werde ich jetzt erst einmal dorthin gehen und mir ein leckeres Ramen gönnen.

17:00 Uhr: Ich musste mich doch noch einmal hinlegen. Ich war einfach zu müde von gestern Abend. Jetzt bin ich in Marunouchi angekommen und möchte mir das Ginza-Viertel noch einmal ansehen.
Oh man, die machen mich verrückt. Wo kommen denn diese Christmas-Lights auf einmal her? Auf jeden Fall wieder einmal richtig schön anzusehen.

Ich habe gerade gedacht, ich bin hier in einem 5-Sterne-Hotel gelandet. Ich musste nämlich noch mal für „kleine Jungs“ und bin dabei auf diese Toilette in dem Shoppingcenter gestoßen.
Worüber ich bei diesen immer wieder überrascht bin, ist die Qualität: Sie sind kostenfrei, gut ausgestattet und man fühlt sich wie in einem Luxushotel. Wenn ich da an Deutschland denke, da haben wir echt Nachholbedarf.

17:30 Uhr: Jetzt mach ich aber los durch Ginza. Mal schauen, welche Illuminationen das Viertel zu bieten hat. Bunt sieht es hier schon mal aus.
Hmmm, so richtig haut mich das hier nicht von den Socken. Irgendwie habe ich den Eindruck, man hat mit der Beleuchtung gespart. Oder das Ganze wirkt einfach nicht, weil es hier in Ginza ohnehin überall zu hell ist.

Ich bin noch mal auf den Dachgarten von Ginza Six gegangen. Ich hatte gehofft, dass man hier oben eine Illumination installiert hätte, aber leider gibt es keinen Bereich, der hier illuminiert wurde.
Dafür sieht man aber den Tokyo Tower von hier sehr gut. Nun dann noch mal schnell einen Schnappschuss machen und weiter geht’s.

19:30 Uhr: Ich werde jetzt den Tag in einem Midnight-Restaurant ausklingen lassen. Dieses gehört ebenfalls einem BNI-Mitglied, das ich auf einem der Events kennengelernt habe.
Das Restaurant befindet sich irgendwo in der vierten oder fünften Etage von einem der Häuser hier in Ginza. Ich musste den Inhaber anrufen, da ich an den Schildern nicht ausmachen konnte, wo ich genau hin muss. Oh, das sieht gemütlich hier drinnen aus.

20.12.2022 – Von Ikebukuro nach Hibiya zu Fuß
09:45 Uhr: Ohaijo. Ich laufe heute mal nach Hibiya zu dem Dachgarten, den ich gestern entdeckt habe. Da ich jetzt wirklich viel Zeit habe, bin ich schon mal wieder gespannt, was ich hier auf dem Weg alles entdecken werde.
Im Übrigen fallen mir gerade in Ikebukuro immer wieder solche Strick-Umhüllungen auf, die man um die Bäume gebunden hat. Als wiederkehrendes Motiv sehe ich hier auch immer wieder das Maskottchen von Ikebukuro, die Eule.

Oh. Das scheint wirklich ein alter Tempel zu sein. Ich bin hier gerade am Gokoku-ji angekommen. Wow. Das Teil wirkt wirklich ziemlich alt.
Ich lese auch gerade, dass dies wirklich noch ein Relikt aus der alten Edo-Zeit ist. Die große Halle stammt von 1697, also komplett aus der Tokugawa-Ära.

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich immer wieder fasziniert bin von den kleinen Häusern, die man hier zwischen den Hochhäusern findet?
Ich sehe nämlich gerade da drüben auf der anderen Straßenseite, dieses alte Gebäude. Und so wie es auch aussieht, befindet sich da unten eine Bäckerei drin.

Ich glaube, das hatte ich auch noch nicht erwähnt. So sehen Baustellen in Tokio aus, wenn ein altes Haus durch ein neues ersetzt wird.
Dann wird das komplette Gebäude verhüllt, sodass der Dreck nicht die umliegende Umgebung verschmutzt. Zusätzlich soll das Ganze natürlich auch etwas dämmen, damit der Baulärm nicht zu störend ist.

Ich bin gerade falsch abgebogen und habe dadurch eine ruhige Shoppingstraße hier auf meinem Weg nach Hibiya gefunden. Sehr gemütlich hier.
Und ich sehe gerade hier vor einem Stand die Essenspakete, die man im Besonderen zur Mittagszeit zu niedrigen Preisen kaufen kann. Yummy, yummy, das sieht lecker aus.

11:45 Uhr: Ich bin beim Ostpark des Kaiserpalastes angekommen. Die Anlage ist wirklich riesig, aber die Füße qualmen auch schon wieder.
Ich bin immer wieder erstaunt, welche Ecken man entdeckt, wenn man Tokio einfach mal zu Fuß erkundet. Ich bin auch überrascht darüber, dass ich trotz der gefühlten langen Distanz so zügig war.

12:15 Uhr: geschafft. Ich habe endlich das Shoppingcenter erreicht, mein eigentliches Ziel für heute, und Godzilla, der hier auf dem Eingang der Tiefgarage thront, erwartet mich auch schon.
Jetzt noch einen Blick von der Dachterrasse auf den Hibiya Park und den Kaiserpalast werfen. Wow, das Wetter ist wieder super heute. Man, das macht Spaß.

16:30 Uhr: Ich hatte noch mal eine kurze Pause im Hotel eingelegt. Jetzt geht es zu den nächsten Christmas Lights, die sich in Shinjuku befinden sollen. Den Tipp zu diesen habe ich vor ein paar Tagen bekommen.
Da ich bis 17 Uhr noch etwas Zeit habe, laufe ich jetzt dorthin und schaue mir noch die Umgebung an. Oh man, hier gibt es überall etwas Schönes zu entdecken.

17:00 Uhr: OMG. Was ist das? Ein illuminierter Wasserfall? Jedenfalls bewegt es sich. Wow, das sieht toll aus. Und ich sehe gerade, dass es hier überall beleuchtete Tiere und sogar Pilze gibt.
Oh, das ist cool. Alle 15 Minuten werden hier Seifenblasen spendiert. Die kommen hier aus einer Installation, die sich neben dem illuminierten Wasserfall befindet. Die Illumination im Zentralpark Shinjuku ist mal ein richtig guter Geheimtipp.

Ich laufe jetzt noch ein Stückchen. Ich möchte mir noch zwei, drei weitere Spots heute ansehen. Oh mein Gott, was ist das hier?
Ich sehe hier gerade in einer Halle, scheinbar einer Event-Halle, einen riesigen Weihnachtsbaum. Das Teil kann sich aber auch sehen lassen. Was ist das?

18:00 Uhr: Bin schon bei meinem nächsten Spot angekommen in Harajuku. Hier gibt es ein neues Shoppingcenter, das „WITH HARAJUKU“, welches ich auch vor ein paar Tagen entdeckt habe.
Was soll ich sagen? Richtig cool, illuminiert, aber vor allem nichts los hier. Scheinbar auch so ein Secret Spot, den keiner kennt. Und ich habe ihn gefunden.

Ich bin gerade noch mal über den Blue Cave nach Shibuya gelaufen und ich stelle gerade fest, dass man die blaue Beleuchtung des Blue Caves hier weiter verlängert hat.
Auch hier am Eingang zu dem belebten Shibuya-Viertel sind die Bäume blau beleuchtet. Sieht cool aus und ist mir so beim ersten Mal gar nicht aufgefallen.

Jetzt geht es weiter durch Shibuya zu den letzten Christmas Lights für heute. Das Viertel hat schon seinen eigenen Reiz. Man muss sich aber wirklich darauf einlassen.
So angekommen. Ich bin jetzt am Shibuya Stream. Hier hat man den Kanal samt dem kompletten Shopping Center illuminiert. Sieht richtig schick aus und scheinbar gibt es hier auch einen kleinen Weihnachtsmarkt.

21.12.2022 – Nihombashi
10:15 Uhr: Ohaiyo. Letzter Tag ist heute für mich in Japan und heute erkunde ich noch einmal Nihonbashi (oder auch Nihombashi). Hier soll es vieles „Altes“ zu entdecken geben.
Und ich war 2014 bei meiner ersten Reise das erste und letzte Mal bewusst hier. Dann mal los.

Das ist wirklich interessant. Ich bin hier gerade in einer Gasse unterwegs, in der es sehr viele Sake-Bars zu geben scheint.
Das muss ich mir unbedingt mal auf Google Maps markieren. Dies könnte für ein Abenteuer ein echt interessanter Ort sein.

10:45 Uhr: Ich bin gerade bei der Nihonbashi-Bridge angekommen. Das ist eine der bekanntesten und ältesten Brücken in Tokio, die noch aus der Edo-Zeit stammt, aber natürlich heute viel moderner gestaltet ist.
Daneben befindet sich auch gleich die neue Tourist-Information und es gibt hier auch den Nullpunkt in Japan. Von hier aus werden alle Strecken in Japan gemessen.

Noch so etwas Interessantes, was mir in dieser Form wirklich nur bisher in Japan begegnet ist: Ich sehe nämlich hier gerade eine Frau, welche den Eingang zu ihrem Geschäft reinigt.
So etwas hat man früher traditionell immer gemacht, aber in der heutigen Zeit sieht man das immer seltener.

Ich musste gerade herzlich über diese Figur hier lachen. Da scheint wirklich jemand einen Riesenhunger zu haben.
Erst nachdem ich mir das Foto etwas genauer ansah, stellte ich fest, dass daneben in dem Glas wirklich eine eingelegte Schlange zu sehen ist. Whoa, das ist schon irgendwie creepy, oder?

In Nihonbachi gibt es im Übrigen auch diese alten mechanischen Uhren. Diese hier ist den Feuerwehrmännern gewidmet.
Davon kann man sich ein paar in dem Viertel ansehen. Also ein echter Hingucker. Ich finde sie wirklich schick.

Oha, was ist das denn hier: ein alter Brunnen. Den habe ich gerade in dieser Gasse per Zufall entdeckt. So etwas sieht man wirklich nur noch selten in Tokio.
An solchen öffentlichen Brunnen hat man gerade auch in der Nachkriegszeit immer sein Wasser herbekommen.

Oh, an diese Straßenbeleuchtung hier in Nihonbashi kann ich mich aber auch noch gut erinnern. Davon war ich bei meiner ersten Reise schon begeistert.
Diese Art von Straßenbeleuchtung ziert hier eine komplette Straße, also wirklich sehr schick anzusehen. Ich glaube ich muss wirklich noch mal am Abend hierherkommen.

Oha, was ist das hier? Gleich mal schauen. Da oben scheint sich ein Schrein zu befinden. Dann nur fix die Treppen hochgelaufen.
Das sieht alles sehr modern aus und ich lese gerade, dass dieser Schrein für das Wohl von Neugeborenen bekannt ist. Gleich mal schauen, wie er heißt. Alles klar, das ist der Suiten-gū.

11:30 Uhr: Was mir gerade in Nihonbashi auffällt, ist, dass es an vielen Ecken noch sehr alte Gebäude gibt. In vielen von diesen befinden sich kleine Restaurants und ich kann nur sagen: Das, was ich hier an Essen sehe, sieht extrem lecker aus. Dann mal schnell in einen von diesen rein.
OMG, sieht das gut aus und es ist extrem lecker? Aber vor allem habe ich den Eindruck, dass diese Restaurants noch inhabergeführt sind. Hier kann man faktisch das alte Japan noch erleben, fernab von Touristenströmen.

Ich bin wirklich beeindruckt. Das Viertel holt mich auch diesmal ab. Ich laufe hier gerade durch einen kleinen Park, der sich hier zwischen den Häusern in Nihonbashi befindet.
Sehr schick anzusehen und eine schöne kleine grüne Oase. Nicht zu vergessen: Wir haben heute den 21. Dezember. Echt schick. Ich mag es.

12:15 Uhr: Ich bin im Hamachō Park angekommen. Das ist ein größerer Park hier in Nihonbashi und wenn ich das richtig sehe, scheinen es auch sehr viele Kirschbäume zu sein, die hier blätterlos dastehen.
Eventuell ein geheimer Spot im Frühjahr zur Kirschblüte? Wenn ja sieht das bestimmt richtig schick hier aus.

Ich bin jetzt am Sumida-River angekommen. Hier gibt es eine gut ausgebaute Promenade, auf der man an dem Fluss entlang spazieren kann. Zwischen den Häuserschluchten sieht man im Übrigen auch immer mal wieder den Skytree.
Auch hier war ich 2014 schon einmal und habe es einfach nur genossen. Wenn ich mich richtig erinnere, war das damals auch mein letzter Tag. Hmm, ob das ein Muster ist?

Mir fallen gerade immer mal wieder Wandmosaike, also Wandbilder, auf, die hier an der Promenade zu finden sind.
Auf diesen scheinen Szenen abgebildet zu sein, wie es früher einmal hier aussah oder wie die Menschen früher hier einmal gelebt haben. Also faktisch eine kleine Geschichtsreise.

13:00 Uhr: Ich habe meine letzte Brücke für heute erreicht. Ich schaue mal fix nach, wie die heißt. Alles klar, das ist die Minami-Takahashi.
Sie gilt als eine der ältesten erhaltenen Straßenbrücken aus Stahl in Tokio und wurde 1932 errichtet. Also nach dem großen Kantō-Erdbeben. Und soweit ich das weiß, war dieses Gebiet von dem Erdbeben sehr stark betroffen.

Den restlichen Tag werde ich jetzt noch für mich genießen. Damit beende ich dieses Reisetagebuch. Morgen geht es zurück nach Deutschland.
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