07.02.2026 – Sevilla: Aquarium, Dauerregen, letzte Tour

10:00 Uhr: So wie angekündigt wird es heute den ganzen Tag über regnen. Und das nicht nur leicht, sondern wirklich stärker und teilweise auch mit starken Winden.

Deswegen mache ich mich jetzt erst einmal auf zu einer Indoor-Attraktion, dem Aquarium hier in Sevilla. Dort plane ich heute den größten Teil meiner Zeit zu verbringen. Zudem scheinen die Busse, heute an einem Samstag, nicht so häufig zu fahren wie in der Woche.

10:45 Uhr: Bin angekommen, aber ganz ehrlich, von außen lädt das Teil überhaupt nicht ein. Es wirkt eher unscheinbar. Selbst der Eingang scheint gut versteckt zu sein. Dann lasse ich mich mal überraschen, was mich drinnen erwartet.

Oha, das scheint wirklich bloß der unschöne Überbau zu sein. Die Eingangshalle holt einen ab. Aber ich sehe auch, dass hier gerade sehr viele Kinder unterwegs sind. Nun ja, bei dem schlechten Wetter mit Sicherheit eine sehr gute Idee.

13:15 Uhr: Ich bin durch, obwohl ich eigentlich geplant hatte, noch etwas länger zu bleiben. Aber leider gibt es hier kein wirklich gutes Café, wo man mal eine längere Pause hätte einlegen können.

Das Aquarium ist dagegen richtig gut gemacht. Für Familien mit jungen Kindern ist das eine optimale Schlechtwetteroption. Die Areale sind thematisch schön gestaltet. Und kleine Kinder haben sogar die Möglichkeit, direkt auf einer separaten Trittfläche in die Bereiche hineinzusehen.

Jetzt mache ich erst einmal zurück ins Hotel. Ich will mir noch etwas Kleines zu essen organisieren und dann bis heute Abend die Zeit im Zimmer herumbringen.

Ab ca. 18 Uhr soll dann der Regen nachlassen und dann will ich noch mal eine Runde gehen. Bis dahin möchte ich alle anderen Dinge erledigt haben. Eingecheckt für meinen Flug bin ich für morgen schon.

16:30 Uhr: Ich sehe gerade auf der Wetterradar-App, dass es jetzt nicht mehr regnen soll, zumindest für die nächsten 90 Minuten. Aus meinem Hotelzimmer kann ich das leider nicht erkennen, da ich nur ein Fenster in Richtung Innenhof zum Frühstücksbuffet habe. 😂

Dann mal Schirm eingepackt, Regenjacke angezogen und los geht’s. Oh ja, das sieht gut aus. In den Pfützen sind keine Regentropfen zu sehen. Klasse.

Ich muss gerade erneut schmunzeln. Der Regen muss so heftig gewesen sein, und anscheinend gab es auch noch mal einen ordentlichen Sturm. Auf jeden Fall wurden die Orangenbäume ordentlich abgeerntet.

Egal, wo man aktuell hier langläuft, überall liegen Orangen auf dem Boden. Ich sehe auch einige Touristen, die eine Orange in der Hand halten. Nun, gegen kostenfreie Vitamine ist mit Sicherheit nichts einzuwenden. Zumal die Teile hier definitiv nicht gespritzt sind.

Also, es muss doch noch mal einen richtigen heftigen kurzen Sturm gegeben haben. Ich habe das in meinem Hotelzimmer gar nicht mitbekommen. Aber ich laufe hier gerade an den Gärten hinter dem Alcázar vorbei und ein umgestürzter Baum versperrt mir hier den Weg.

Das Teil lag definitiv vor drei Tagen noch nicht hier herum. Aber es sind auch bereits Arbeiter vor Ort, die den Baum anfangen zu zerlegen.

Aktuell laufe ich etwas ziellos hier durch die Altstadt von Sevilla. Es ist ja nicht so, dass es nichts zu sehen gäbe. Aber ich komme auch immer wieder an Ecken heraus, an denen ich bereits gewesen bin. Ich glaube, im Laufe gefühlt im Zickzack.

Was ich aber unterwegs entdeckt habe, waren diese drei Säulen. Die sind mir zuerst gar nicht aufgefallen, aber als ich ein Hinweisschild daneben gesehen habe, musste ich mal genauer nachsehen. Sie stammen aus der römischen Zeit und gehörten ursprünglich zu einem Tempel. Aber am interessantesten finde ich den Bodenunterschied von heute und aus der römischen Zeit.

Oh, da ist ja schon wieder, ein schicker Innenhof. Den muss ich auch gleich noch mal fotografieren. Wenn ich hier alle Innenhöfe fotografiert hätte, in die ich hineingekommen wäre, hätte ich bestimmt noch mal einen Tag benötigt.

Im Übrigen scheinen sie es hier mit dem Datenschutz sehr ernst zu nehmen. Was mir in Spanien immer wieder auffällt, das erste Mal in Barcelona, ist, dass es keine Namensschilder, sondern nur Nummern an den Klingelfeldern gibt. Das zeigt wieder mal, dass die DSGVO von jedem EU-Land anders ausgelegt wird.

18:00 Uhr: Ich bin durch für heute. Es fängt auch schon wieder an, leicht zu nieseln. Mir reicht’s, ich mache jetzt zurück ins Hotel und Schluss für heute.

Ich beende hiermit auch diesen Reisebericht. Abschließend kann ich nur sagen: Ich habe mir wahrscheinlich die ungünstigste Woche in einem Februar herausgesucht. Wurde mir auch von einem Einheimischen bestätigt, dass dies eigentlich nicht typisch für den Februar ist.


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