04.02.2026 – Sevilla: Tour gecancelt – Plan B gescheitert

08:45 Uhr: Ich starte zu meiner heutigen Tour nach Córdoba. Ich will mir die Moschee noch einmal ansehen, die ich vor 12 Jahren nicht wirklich genießen konnte.

Die Wetteraussichten sind aber nicht gerade rosig. Deswegen Regenjacke angezogen und los geht es. Ist schon lustig, wie hier die Apfelsinen einfach so in den Pfützen schwimmen.

09:15 Uhr: Ich bin schon angekommen. Heute ist hier wirklich etwas mehr los als gestern. Gestern wirkte der Bahnhof wie ausgestorben. Ich hole mir aber jetzt erst einmal einen Cappuccino und frisch gepressten Orangensaft. Mein Koffein- und Vitaminschub für den Morgen.

Hmm, ich sehe gerade auf einer Hinweistafel, dass der vorangegangene Zug nach Córdoba gecancelt wurde. Ich ahne Schlimmes. Ich muss jetzt erst einmal schauen, ob mein Zug davon auch betroffen ist.

Na klasse, jetzt ist es eingetreten. Die aktuelle Wetterlage hat die Reise wirklich absaufen lassen. Mein Zug nach Cordoba wurde ebenfalls gecancelt.

Und ich habe gerade auch noch mal in meinem Postfach nachgesehen, da ist eine Mail vom Zugbetreiber eingegangen. Auch hier wird als Grund die aktuelle Wettersituation genannt, wodurch der gesamte Zugverkehr auf der Strecke nach Cordoba eingestellt wurde.

Mein Ticket für die Moschee, welches ich bereits gekauft habe, kann ich damit abschreiben. Aber ich versuche gleich mal, mein Ticket für den Zug, welches ich über die App Trainline gebucht hatte, zu stornieren.

Hmm, so richtig einfach und intuitiv geht das aber nicht. Ich musste jetzt mehrmals zurückspringen und die richtigen Unterpunkte suchen. Zudem bekam ich eine Fehlermeldung, dass meine Buchungsnummer nicht vorhanden wäre.

Als ich dann aber den Prozess erneut starten wollte, wurde mir bereits angezeigt, dass eine Rückerstattung in Bearbeitung ist. Sehr verwirrend.

Aber jetzt wurde ich wirklich gerade überrascht, denn als ich noch einmal einen Blick in die App warf, war die Bestätigung der Stornierung bereits erfolgt. Top, und damit spare ich mir auch das Anstehen in der Schlange vor dem Servicebüro des Zugbetreibers „renfe“.

10:30 Uhr: Zum Glück habe ich mir gestern noch einen schlechten Wetterplan in Google Maps erstellt. Die Recherche hatte ich zuvor schon mit Perplexity durchgeführt. Alle Punkte sind markiert und los geht’s zu meinem ersten Ziel für heute, dem Seville Museum of Fine Arts.

Ich sehe gerade, die Busse sehen aus wie bei uns daheim. Und das funktioniert hier auch, dass man vorn einsteigt, der Fahrer das Ticket gleich kontrolliert oder man mit der Chipkarte dieses beim Fahrer kauft, und wenn man den Bus verlässt, steigt man hinten aus. Geht doch und würde bei uns die Qualität der Fahrgäste steigern und wahrscheinlich auch gleich dazu führen, dass wirklich alle im Bus bezahlt haben.

Das ging wirklich fix und ich bin froh darüber, dass ich mir gestern doch die Karte gekauft habe. Das macht es angenehmer, gerade bei dem aktuellen Wetter. Jetzt noch fix zum Museum laufen. Das ist nur ein paar Minuten entfernt.

Echt jetzt? Ich glaube, die verarschen mich. Das Museum hat geschlossen, aufgrund der aktuellen Wettersituation? Aber ich bin nicht der einzige, der scheinbar auf diese Idee gekommen ist, das Museum zu besuchen. Jetzt bin ich gefrustet. Das muss ich erst einmal verarbeiten.

12:30 Uhr: Ich war noch einmal kurz im Hotel. Aber jetzt habe ich scheinbar ein regenfreies Fenster. Deswegen werde ich jetzt noch mal eine Runde durch die Stadt laufen. In zwei Stunden ist schon wieder Regen angesagt, obwohl sich das hier minütlich ändern kann.

Im Übrigen findet man immer mal wieder in der Stadt Statuen von Toreros. Neben Flamenco ist Sevilla auch für den Stierkampf bekannt.

Was macht man, wenn man einfach mal so durch die Stadt läuft? Nun, man könnte mal an der nördlichen ehemaligen Stadtmauer entlanglaufen. So eine ähnliche habe ich ja letztes Jahr auf Mallorca schon gesehen. Scheint hier ebenfalls maurischen Ursprungs zu sein.

Ich bin gerade unter einer der Orangenbaum-Alleen hindurchgelaufen. Wahrscheinlich durch den Regen hat das ganz schön nach frischer Orange geduftet. War sehr angenehm.

Ich habe mich jetzt entschieden, einen weiteren Schlechtwetterspot anzusteuern. Ich hoffe mal, dass dieser geöffnet ist und ich nicht erneut vor geschlossenen Türen stehe. Aber erst einmal muss ich mich hier durch Baustellen kämpfen.

Okay, bin angekommen. Und sieht gut aus. Der Palacio de las Dueñas ist geöffnet. Dann noch schnell das Ticket für 14 € lösen. Und ab hinein. Das Teil ist im Übrigen ein Privatanwesen, welches immer noch bewohnt ist.

Ich habe jetzt auch einen Audioguide und der hat mir verraten, dass der Palacio de las Dueñas ein Stadtpalast aus dem 15.–16. Jahrhundert ist. Er wird bis heute als einer der Wohnsitze der Herzogsfamilie Casa de Alba genutzt.

Die unterste Ebene kann man besichtigen. Dieser Bereich ist auch ordentlich dekoriert und mit Museumsstücken ausgestattet. Aber bei dem Audioguide sollte man kritisch bleiben. Der hat einfach viel zu viele Superlative. Immer ein Indikator dafür, dass jemand etwas besser darstellen möchte, als es eigentlich ist 😉.

15:30 Uhr: Nach einer weiteren kurzen Pause im Hotel habe ich mich jetzt doch noch mal entschieden, eine kleine Runde zu gehen. Das Wetter soll für die nächsten zwei Stunden stabil bleiben. Mal schauen, ob das stimmt.

Okay, unter stabil versteht man also ganz leichten Regen. Aber da die Temperaturen wirklich warm sind, stört der gar nicht so sehr. Jetzt fahre ich erst einmal zu meinem ersten Ziel, dem „Torre del Oro“.

Sehr spannend, der Turm ist schon über 800 Jahre alt. Aber aufgrund der Wetterlage war die Plattform oben geschlossen. Zumindest das Museum konnte man sich ansehen. Und dabei habe ich gleich erfahren, dass Sevilla den größten Hafen für Produkte aus der Neuen Welt hatte. Sehr interessant.

Ich switche jetzt mal rüber auf die andere Seite des Flusses. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass hier mal ein größerer Hafen gewesen sein soll. Schließlich liegt Sevilla gefühlt auch mitten auf dem Festland. Wirklich interessant.

Ich laufe jetzt entlang des Ufers auf der Calle Betis. Hier gibt es viele Restaurants, die sich am Flussufer befinden. Ich habe das Gefühl, im Sommer ist das richtig schön hier und es dürfte jede Menge los sein.

Oh, das ging schnell. Ich bin bereit an der Brücke „Puente de Isabel II“ angekommen. Und hier ist auch eine weitere bekannte Markthalle. Schaue ich mir morgen vielleicht mal an. Aber was sehe ich hier? Ein weiteres Denkmal von einem Torero. Die gibt’s hier wirklich überall.

Ich werde jetzt zu einem weiteren Schlechtwetterspot laufen, dem archäologischen Museum von Sevilla. Dies befindet sich direkt unter der Setas de Sevilla, dieser großen Holzkonstruktion, auf der ich vor zwei Tagen war.

Ich glaube es echt nicht. Geschlossen wegen aktueller Wetterlage. So langsam habe ich den Eindruck, die öffentlichen Museen nutzen diese Meldung, um einen freien Tag herauszuschlagen. Spielt auch keine Rolle, ich mache auf jeden Fall Schluss für heute. Dann werde ich die Zeit nutzen und noch ein Buch lesen 😂.


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