- 31.03.2025 – Mallorca: Römische Überreste & ein arabisches Bad
- 01.04.2025 – Mallorca: Burg, Kathedrale & Basilika
- 02.04.2025 – Mallorca: Königspalast, Markthalle & Poble Espanyol
- 03.04.2025 Mallorca: Stalaktiten, Stalagmiten & klassische Musik
Die wichtigsten Highlights auf dieser Reise
| Sehenswürdigkeit | Ort | Benötigte Zeit | Datum |
|---|---|---|---|
| Römische Ausgrabungsstätten südlich Alcúdia | Alcúdia | 1 Stunde | 31.03.2025 |
| Stadtmauern Alcúdia | Alcúdia | 1 Stunde | 31.03.2025 |
| Strand bei Alcúdia | Alcúdia | 30 Minuten | 31.03.2025 |
| Arabische Bäder | Palma | 30 Minuten | 31.03.2025 |
| Castell de Bellver | Palma | 2 Stunden | 01.04.2025 |
| Catedral de Mallorca | Palma | 30 Minuten | 01.04.2025 |
| Basílica de Sant Francesc | Palma | 30 Minuten | 01.04.2025 |
| La Almudaina (Königspalast) | Palma | 1 Stunde | 02.04.2025 |
| Mercado de Palma (Markthalle) | Palma | 30 Minuten | 02.04.2025 |
| Poble Espanyol de Mallorca | Palma | 1 Stunde | 02.04.2025 |
| Coves dels Hams | Porto Cristo | 1 Stunde | 03.04.2025 |
| Cuevas del Drach (Drachenhöhlen) | Porto Cristo | 1 Stunde 15 Minuten | 03.04.2025 |
31.03.2025 – Mallorca: Römische Überreste & ein arabisches Bad
07:45 Uhr: Zeit zum Aufstehen. Gestern bin ich erst spät auf Mallorca angekommen. Mein Flug hatte etwas Verspätung. Aber die Größe des Flughafens hat mich dann wirklich beeindruckt. Dadurch benötigte ich etwas länger vom Flugzeug bis zum Bus.
Meine Idee für diese Reise ist es, Mallorca auf den historischen Spuren zu erkunden. Einen geschichtlichen Reiseplan, bei dem jeden Tag eine andere Epoche im Fokus stehen soll, habe ich mir von ChatGPT erstellen lassen. Jetzt aber erst einmal kurz den Ausblick checken. Hmm, geht. Das ist aber eindeutig nicht der Versprochene.

09:00 Uhr: Los geht’s. Heute möchte ich mir die römischen Überreste hier auf Mallorca ansehen. Die Fahrt bis dorthin ist mit rund einer Stunde angegeben. Aber erst einmal muss ich zum Busbahnhof.
Oha, das kenne ich schon aus Barcelona. Super, wie man hier neue Verkehrskonzepte umsetzt. Und das trotz der begrenzten Straßenbreite. Aus einer zweiten Autospur wird eine Fahrrad- und Rollerspur. Die Straße wird zudem zur Einbahnstraße.

Ich bin am Busbahnhof angekommen. Laut Google soll sich dieser auf der rechten Seite befinden. Aber meine Erfahrungen sagen mir, das kann nicht stimmen. Dort sehe ich nämlich nur eine Seitenstraße.
Alles klar, hier geht es nach unten. Busse sind hier auch ausgeschildert. Und es soll hier eine U-Bahn geben? Echt jetzt? Das muss ich mir später noch einmal genauer anschauen. Aktuell scheint hier auch nicht viel los zu sein.

Der Busbahnhof ist wirklich gut ausgeschildert. Auch die Anzeigetafeln mit den Terminals und Abfahrtszeiten sind leicht verständlich. Mein Bus scheint auch gerade zu kommen. Noch etwas warten und jetzt geht’s los. Und immer schön in einer Reihe anstellen. Macht das Ganze entspannter.

Ich habe mich gemütlich platziert. Das Ticket kauft man im Übrigen mit der Kredit-Karte. Das System ist einfach, wenn man viel im Ausland unterwegs ist. Mit der Karte wird beim Fahrer eingecheckt und beim Aussteigen mit derselben Karte auch wieder ausgecheckt. Der Fahrtpreis wird anschließend von der Karte abgebucht. Hallo Deutschland, es könnte so einfach sein, wenn man will.

10:30 Uhr: Angekommen. Und ich sehe auch schon den Eingang zu den Ausgrabungsstätten. Der ist gleich um die Ecke. Noch schnell das Ticket kaufen. Hmmm, nur 2,50 €? Ich frage mal nach, ob das Museum mit dabei ist. Oh nein, das hat heute geschlossen. Na dann werden es heute eben nur die Ausgrabungsstätten.

Ich habe schon auf Google Maps gesehen, dass die Anlage ziemlich groß ist. Vom Eingang bis zum römischen Theater sollen es über 2 km sein. Das ganze Areal kann man in drei Abschnitte einteilen. Es gibt viele Infotafeln, die aber leider nicht auf Deutsch sind.

Ich hatte zuvor schon eine Suche mit der KI-Suchmaschine Perplexity durchgeführt. Über diese habe ich bereits zahlreiche Infos erhalten, sodass jetzt die Infotafeln mir nur noch als Ergänzung dienen. Hier mal die wichtigsten Infos als kurze Stichpunkte:
- Gründung: 123 v. Chr. durch Konsul Quintus Caecilius Metellus
- Zweck: Militärbasis gegen Piraten & Handelszentrum im westlichen Mittelmeer
- Lage: Südlich der heutigen Altstadt von Alcúdia
- Fläche: ca. 15–20 Hektar
- Einwohnerzahl: Bis zu 5.000 in der Blütezeit
- Stadtstruktur:
- Orthogonales Straßennetz mit Haupt- und Nebenachsen
- Wohnviertel, Forum, Theater und Verteidigungsanlagen
- Siedler:
- Römische Veteranen der Punischen Kriege
- Kolonisten aus Tarraco (heutiges Tarragona)
- Höhepunkt: 1. – 3. Jahrhundert n. Chr.
- Intensive Handelsbeziehungen im Mittelmeerraum
- Niedergang:
- Ab 5. Jahrhundert durch vandalische Überfälle
- Endgültige Aufgabe nach arabischer Eroberung 903 n. Chr.

Auf dieses Hinweisschild bin ich gerade noch mal aufmerksam geworden. Dieses findet man hier überall und scheinbar gab es damit in der Vergangenheit auch immer mal wieder Probleme. Das Infopaper, das daneben jemand hingeworfen hat, habe ich natürlich gleich entsorgt.

11:45 Uhr: Da das Museum geschlossen hat, muss ich mir jetzt noch etwas anderes überlegen. Die mächtigen Stadtmauern hier bei dieser Stadt haben mich schon auf der Hinfahrt sehr beeindruckt. Also mal fix recherchieren, was dies mit der Stadt Alcúdia auf sich hat.
Okay, jetzt habe ich es gerafft. Ich bin gerade bei der ältesten Stadt, die sich hier auf Mallorca befindet. Ich bin gerade sehr beeindruckt, was ich hier lese. Der Ort existierte hier wirklich von der Antike bis zur Neuzeit.

Hier mal ein paar kurze Infos dazu als Stichpunkte.
- 903 n. Chr.: Gründung der neuen Siedlung Al-Qudya durch die Mauren auf einem Hügel nördlich der römischen Ruinen
- 1229: Rückeroberung Mallorcas durch Jaime I. von Aragón
- 1298–1362: Bau der mittelalterlichen Stadtmauer unter König Jaume II. mit ursprünglich 26 Türmen und 6 m Höhe
- 14.–16. Jahrhundert: Ausbau Alcúdias zur Festungsstadt zum Schutz vor Piratenüberfällen
- 16. Jahrhundert: Dokumentation von 42 Piratenüberfällen in Chroniken
- Renaissancezeit: Erweiterung der Befestigungen unter Philipp IV.
- 1697: Bau der barocken Capella de Sant Crist
- 19. Jahrhundert: Errichtung der neogotischen Pfarrkirche Sant Jaume unter Einbeziehung mittelalterlicher Baureste

Ich sehe gerade, dass man einmal innerhalb der ehemaligen Stadtmauern entlanglaufen kann. Genau das werde ich jetzt machen. Dann mal los.
Die Mauern sind wirklich zum größten Teil noch sehr gut erhalten. Man bekommt eine optimale Vorstellung, wie wehrhaft diese Anlage über viele Jahrhunderte war.

Und auch hier erkennt man wieder sehr gut, wie wichtig es damals war, dass man von überall aus der Stadt schnell zum anderen Ende kommen konnte. Die Ausdehnungen, die unsere heutigen Städte haben, waren erst möglich, nachdem sich auch die Art der Mobilität verändert hatte.
Wenn ich so darüber nachdenke, wird mir immer wieder bewusst, in welcher verrückten Epoche wir eigentlich leben. In kürzester Zeit wurde und wird immer noch unsere Art, wie wir leben, komplett auf den Kopf gestellt. Vor 200 Jahren war hier alles noch wie gefühlt vor 2.000 Jahren.

Ich muss gerade schmunzeln. Ich habe gerade dieses Schild hier entdeckt. Und es erinnerte mich wieder daran, wie einfach es ist, die Stadtkasse aufzupolieren. Wenn ich irgendwo Bürgermeister wäre, würde ich wahrscheinlich erst einmal alle Gebühren für Ordnungswidrigkeiten massiv erhöhen, um damit die Einnahmen meiner Stadt oder Gemeinde zu verbessern. Im Ausland scheint man dies schon erkannt zu haben. 😂

12:45 Uhr: Ich bin durch mit Alcúdia. Schick fand ich, dass man auf ein Stück der Stadtmauer hinauf konnte, um von dort aus ein Gefühl zu bekommen, wie es war, über die Weiten zu schauen. Auch das Stadtgebiet hatte man von dieser Position aus sehr gut im Blick.
Sowohl die Stadt Alcúdia als auch die römische Ausgrabung sind somit eine ganz klare Empfehlung, die ich abgeben würde, wenn sich jemand mal etwas anderes auf Mallorca ansehen möchte. Auch die Jahreszeit scheint gut zu sein, da aktuell hier kaum Touristen unterwegs sind. Ein Graffiti mit dem Slogan „Stop Tourismus“, welches ich gesehen habe, scheint auch auf andere Zeiten hinzuweisen.

13:15 Uhr: Da ich noch eine große Menge an Zeit habe, mache ich jetzt noch einen Abstecher zum Strand. Der soll nur 25 Minuten zu Fuß entfernt sein. Auf geht’s.
Witzig, ein 24/7 Automat, aber scheinbar nicht von der 7/11 Kette. Vor ein paar Wochen gab es im Übrigen in Deutschland ein Urteil, welches entschied, dass Automaten nicht unter das Ladenschlussgesetz fallen. Damit sollte so etwas auch in Deutschland jetzt endlich möglich sein.

Angekommen. Man, der Strand ist wirklich weitflächig. Und wenn ich mir hier die ganzen Häuser und Hotels ansehe, welche an den Strand heran ragen, dann kann ich mir gut vorstellen, was hier im Sommer los ist.
Es scheint aber eher eine ruhigere Gegend zu sein. Und ich habe den Eindruck, dass hier auch viele Deutsche überwintern. Zumindest habe ich auch ein Auto mit deutschem Kennzeichen gesehen und höre immer wieder Deutsch.

14:30 Uhr: Ich werde jetzt zurück nach Palma fahren. Super, eine Bushaltestelle ist gleich in der Nähe. Eigentlich sollte der Bus auch schon kommen. Der lässt sich aber scheinbar gerade Zeit. Na mal schauen, ob ich herausfinde, warum.
Super, der Betreiber „tib“ hat eine richtig gute Webseite. Auf der sehe ich, wo sich der Bus gerade befindet. Und das Ganze auf Deutsch und ohne dass ich eine App installieren muss. So gefällt mir das. 👍

15:45 Uhr: Ich bin wieder in Palma angekommen. Da ich noch Zeit habe, habe ich mich dazu entschieden, jetzt doch noch die arabischen Bäder mir anzuschauen. Dieses sollen die einzigen Überreste aus der arabischen Epoche hier auf Mallorca sein. Dann mal los, sind nur 15 Minuten zu Fuß entfernt.
Wow, ich bin gerade richtig begeistert von der Altstadt von Palma. Das wird die nächsten Tage super werden, wenn ich diese noch mal genauer erkunde und mir dafür Zeit nehme. Hier gibt es so viele schöne Gassen und kleine Plätze, die man entdecken kann. Ich freue mich schon auf die nächsten Tage.

Der Eingang der Bäder ist wirklich gut versteckt. Schnell noch den Eintritt bezahlen. Sind nur 3,50 €. Okay, sie nehmen nur Cash. Hmm, und 50 € Scheine scheinen sie auch nicht zu akzeptieren. Den muss ich die nächsten Tage mal etwas kleiner machen. Ich brauche noch Bargeld für den Bus zurück zum Flughafen.

Auch wenn die Anlage nicht sehr groß ist, ist sie wunderschön. Besonders der kleine Garten im Hinterhof wirkt sehr einladend. Also merken, auf jeden Fall bei schönem Wetter besuchen. Bei dem Bad muss man ein wenig rätseln, wie dies verwendet wurde. Aber ich lese gerade, die Araber haben sich von der römischen Bauweise inspirieren lassen und diese nachgeahmt. Das sieht man, auch früher wurden gute Ideen schon fleißig kopiert.

17:00 Uhr: Für heute reicht es, ich mache wieder zurück ins Hotel. Natürlich zu Fuß, denn ich möchte mir noch etwas die Stadt anschauen. Morgen und den nächsten Tag werde ich diese dann intensiv erkunden. Jetzt aber erst mal noch etwas inspirieren lassen und gemütlich zurücklaufen.

01.04.2025 – Mallorca: Burg, Kathedrale & Basilika
09:45 Uhr: Los geht’s heute in den prognostizierten sonnigen Tag. Mein erstes Ziel ist die Burg „Castell de Bellver“oberhalb von Palma. Ich habe mich für den Weg zu Fuß entschieden. Sind nur rund 40 Minuten vom Hotel entfernt.
Ich nehme mir auch gleich mal die Zeit, mir dieses begrünte Flussbett anzusehen, welches direkt vor meinem Hotel entlang fließt. Dazu bin ich gestern noch nicht gekommen.

Na, der Weg zu Fuß hat sich doch schon wieder gelohnt. Ich bin gerade auf diese Windmühlen mitten in Palma gestoßen. Gleich mal recherchieren, was es damit auf sich hat.
Verdammt, ich sehe gerade, ich habe kein gutes Internet. Das geht mir schon wieder auf den Keks. Ich habe den Eindruck, O2 drosselt auch hier gezielt die Leistung. Dann muss die Recherche noch etwas warten. Kein Internet ist halt doof: keine Recherche-Möglichkeiten, keine ordentliche Navigation und auch keine Möglichkeit, den Nahverkehr effizient zu nutzen.

Ich kann immer nur jedem empfehlen, eine Stadt zu Fuß zu erkunden. Es macht einfach nur Spaß, die Gegend auf diesem Weg für sich zu entdecken. Besonders gut finde ich hier in Palma, dass für Fußgänger ausreichend Wege, aber vor allem sehr viele Fußgängerübergänge sind. Der größte Teil davon sogar mit Zebrastreifen, sodass man an keiner Ampel warten muss.

Ich habe den Einstieg zu meinem heutigen Ziel gefunden. Jetzt muss ich nur noch diese Treppen den Berg hinauf. Wie schafft man das am besten? Ganz klar, Schritt für Schritt 😂.

Wow, was für ein toller Aussichtspunkt. Aber vor allem ist hier gar nichts los. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass dieser Punkt am Abend sehr schön ist. Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob man am Abend hier überhaupt hinaufkommt. Unterhalt habe ich nämlich einige Eisentore gesehen, die scheinbar auch noch genutzt werden.

Ich bin oben angekommen. Und was soll ich sagen: Touristen, Touristen und noch mehr Touristen. Die Ruhe auf den Stufen ist komplett verschwunden. Hmmm, erst einmal checken, wo ich die Tickets überhaupt herbekomme. An dem imposanten Eingangstor hier am Ausstieg der Treppen scheint es keine zu geben.

Ticket habe ich und auch gleich noch mal Geld getauscht. Ich habe gerade gesehen, dass es hier noch ein kleines Café gibt. Da werde ich gleich noch eine kurze Pause einlegen.
Oh, ich sehe gerade, Palma scheint kostenfreies WLAN zu haben. Na dann mal dieses aktivieren und prüfen, wie schnell es ist. Okay, super, funktioniert besser als das Roaming von O2.

11:15 Uhr: Ich habe gerade gelesen, dass diese Art der Burg-Anlage einmalig in Spanien ist. Sie sieht auch wirklich schick aus, auch wenn sie sehr überschaubar ist. Markant ist der Turm, der neben der Burg steht und nur über eine Brücke von oben betreten werden kann.

Hier mal ein paar Informationen als Stichpunkte zu der Burg „Castell de Bellver“
- Erbaut zwischen 1300 und 1310 unter König Jaume II. von Mallorca als königliche Residenz und militärische Festung.
- Architektonisch einzigartig durch kreisrunden Grundriss (48 Meter Durchmesser) – eine Seltenheit in Europa.
- Vier Türme, darunter der freistehende Torre de l’Homenatge, verbunden durch eine Brücke.
- Ursprünglich als Wehranlage und königlicher Rückzugsort geplant.
- Ab dem 14. Jahrhundert zunehmend als Gefängnis genutzt:
- Gefängniszelle im Torre de l’Homenatge mit Falltür in fensterloses Verlies.
- Prominentester Gefangener: Gaspar Melchor de Jovellanos (1802–1808).
- Diente im 19. Jahrhundert als Kaserne für napoleonische Truppen.
- Während des Spanischen Bürgerkriegs (1936–1939) als politisches Gefängnis genutzt.

Ich sehe gerade hier im Inneren gibt es mehrere Ausstellungen zur Geschichte von Palma. Die Informationen sind echt umfangreich und soweit wie ich das sehe, reichen sie sogar bis in die Antike zurück. Jetzt verstehe ich auch, wie sich die Araber von den römischen Bildern haben inspirieren lassen. Diese scheint es schon vorher hier gegeben zu haben.

12:00 Uhr: Ich bin fertig und werde jetzt zurück zum Hotel laufen. Das Wetter ist einfach super und ich möchte mir noch etwas die Stadt ansehen. Aber erst einmal muss ich diese Treppen hier wieder hinab. Es sollen über 500 sein.

Na, das hat sich doch schon wieder gelohnt, den Weg zu Fuß zu gehen. Ansonsten hätte ich dieses Haus wahrscheinlich nicht entdeckt. Gleich mal prüfen, was das ist. Ah, ein Hotel. Interessant. Ich lasse das Ganze mal fix recherchieren.
Das ist wirklich interessant. Der Hotelbesitzer hat die Fassade einfach umgestaltet, ohne dafür eine Genehmigung zu haben. Dies ist aktuell immer noch ein Rechtsstreit, der scheinbar in diesem oder nächsten Jahr geklärt wird. Der Hotelbetreiber sieht dies als kulturelles Erbe, aber die Stadt befürchtet weitere Nachahmer.

Ich habe gerade diesen Wasserspender hier in Palma entdeckt. Der sieht sehr modern aus. Mal schauen, was es damit auf sich hat.
Sehr interessant, man hat in den vergangenen Jahren mehrere davon hier aufgestellt, mit dem Ziel, Plastikflaschen zu reduzieren. Die Leute sollen sich, statt Wasserflaschen zu kaufen, lieber hier an diesen Trinkbrunnen bedienen. Super Idee.

12:45 Uhr: Ich bin zurück im Hotel angekommen und muss immer noch an die modernen Trinkbrunnen denken. Das Konzept scheint sich nämlich auch hier im Hotel fortzusetzen.
Ich habe gestern nämlich einen Service gebucht, bei dem ich mir eine Wasserflasche immer wieder auffüllen lassen kann. Das Ganze kostet einmalig 4 € und hat das Ziel, auch hier im Hotel die Plastikflaschen zu reduzieren. Die Idee finde ich super, aber was nervt ist, das Volumen ist nur 750 ml und ich muss gefühlt mehrfach am Tag immer wieder in die Lobby fahren, um mir die Flasche erneut auffüllen zu lassen.

13:45 Uhr: Die Pause tat gut und ich habe mir jetzt auch gleich mobiles Internet zugelegt. Funktioniert jetzt richtig gut. Ich werde mir jetzt noch die Kathedrale von Palma ansehen. Sind nur rund 15 Minuten zu Fuß.
Ich hatte ja gestern schon erwähnt, dass ich die Gassen hier richtig schick finde. Ich versuche deswegen immer mal wieder einen neuen Weg zu nehmen, den ich bisher noch nicht gegangen bin. Fernab von den Touristenströmen ist es richtig gemütlich hier.

14:00 Uhr: Ich bin schon angekommen und was soll ich sagen, es steht niemand an, ganz entgegen den Rezensionen auf Google Maps. Das Ticket kostet aktuell 10 €, wahrscheinlich einer der höchsten Eintrittspreise hier auf Palma. Aber immer noch richtig preiswert im Vergleich zu anderen Sehenswürdigkeiten und Highlights, die ich ansonsten besuche.
Ab geht’s rein in die Kathedrale. Okay, das Teil ist wirklich imposant. Die ganzen Buntfenster, die hier verbaut wurden, schaffen auch eine schöne Atmosphäre. Ich hatte früher mal meiner Tochter erklärt, warum diese Gebäude immer so beeindruckend aussehen. Man richtet automatisch den Blick nach oben, also zu Gott.

Die Kathedrale wurde über mehrere Jahrhunderte errichtet. Da fällt mir doch glatt ein Gespräch ein, welches wir vor Kurzem zum Thema Elon Musk hatten. Meine aktuelle Theorie ist nämlich, dass er so viele verrückte Dinge tut, weil er gerade Torschlusspanik hat. Er will unbedingt auf dem Mars, ohne dabei zu bedenken, dass dies länger dauern könnte.
Auch wenn die Vision gut ist, hätte er sich vielleicht mal von den Baumeistern der Kathedralen inspirieren lassen sollen. Diese haben ihre Gebäude immer so geplant, dass sie wussten, dass diese zu ihren Lebzeiten niemals fertig werden. Deswegen bin ich der Ansicht, Elon Musk will keine Kathedrale bauen, sondern nur sein Ego befriedigen.

14:45 Uhr: Ich schaue mir jetzt noch die zweite Kirche hier in Palma an, die bei mir auf meiner To-do-Liste steht, die Basílica de Sant Francesc. Super, auch hier muss ich nicht anstehen. Aber ich muss erst mal schauen, wo ich die Tickets überhaupt herbekomme.
Alles klar, der Ticketschalter ist in einem kleinen Nebenraum versteckt. Sieht alles sehr spartanisch aus, kostet aber 6 € Eintritt. Hmm, irgendwie sind hier ziemlich viele Kinder und Jugendliche gerade unterwegs. Warum?

Dank Internet checke ich das mal schnell und stelle die Anfrage bei Perplexity. Alles klar, das ist nicht nur der zweitgrößte Sakralbau in Palma, sondern dieser wird heute noch aktiv als Schule genutzt. Und der Mittelteil des gotischen Kreuzganges scheint somit als Schulhof genutzt zu werden.
Im Vergleich zur Kathedrale von Palma ist hier aber wirklich sehr wenig los. Warum dies so ist, kann ich eigentlich nicht verstehen, denn der Bau ist wirklich imposant, auch wenn die eigentliche Basilika kleiner als die Kathedrale ist. Das Ambiente drumherum ist aber das eigentliche Highlight hier.

15:15 Uhr: Ich laufe jetzt noch etwas durch die City und schaue mir die Innenstadt an. Die Füße qualmen schon ganz schön wieder, weswegen ich dann noch mal einen Stopp im Hotel einlegen werde. Jetzt aber erst mal los und Impressionen sammeln.

Wow, was für ein alter Olivenbaum. Aber auch die Umgebung um diesen ist sehr schick. Ich finde es ohnehin immer wieder super, wie gefühlt in jeder verwinkelten Ecke irgendwo ein kleines Café zu finden ist. Das macht Spaß, die Gassen zu erkunden.

Stellenweise habe ich auch mal Glück und kann einen Blick in den Innenhof werfen. Lohnt sich auch immer wieder, wie dieser hier, welcher der Eingang zu einem Hotel ist.

17:15 Uhr: Nachdem ich mich noch etwas im Hotel ausgeruht habe, starte ich jetzt noch mal eine Runde. Mal schauen, wie weit ich komme und was ich noch so entdecke. Ein grundlegendes Ziel habe ich bereits.
Oh, was ist denn hier passiert? Da hat wohl jemand von oben nach unten gebaut. Aber ich glaube, das ist nur der Hinweis auf das Kunstmuseum, welches sich hier befindet.

Oha und was ist das hier? Gleich mal schauen, es wirkt von außen alt, aber von innen modern. Okay, das ist die „Llotja de Palma“, ein Zunfthaus, welches im gotischen Stil im 15. Jahrhundert errichtet wurde. Scheinbar hat man nur die Hülle stehen lassen und alles andere modernisiert.

Ups, ich bin schon wieder bei der Kathedrale von Palma. Noch fix, ein Foto von dem Spiegelbild hier auf dem Wasser. Und weiter geht’s. Meinen groben Plan werde ich wohl erreichen.

Ich befinde mich jetzt am äußersten östlichen Punkt der ehemaligen Stadtmauern von Palma. Das sieht zwar alles hier so aus, als ob es noch nicht fertiggestellt wurde oder schon wieder verkommen ist. Ich werde jetzt als Nächstes die Runde abschließen und somit einmal die alten Außenmauern von Palma abgelaufen sein.

Die Distanzen fühlen sich wirklich kurz an. Ich bin schon wieder am „Plaça d’Espanya“. Hier war mein Startpunkt gestern zu den römischen Ausgrabungsstätten. Jetzt sind es nur noch rund 15 Minuten zurück bis zum Hotel.

18:45 Uhr: Angekommen und es reicht für heute. Rund 90 Minuten braucht man also, um einmal die Außenbegrenzung der Altstadt von Palma abzulaufen. Und wenn man sich überlegt, dass vor rund 200 Jahren die meisten Städte in Europa nur diese Größe hatten, da versteht man auch, dass es kein Problem war, von A nach B innerhalb einer Stadt zu kommen.

02.04.2025 – Mallorca: Königspalast, Markthalle & Poble Espanyol
09:45 Uhr: Ich versuche heute etwas ruhiger anzugehen. Die Wetteraussichten sind nicht besonders, und ich habe mir nicht mehr viel in Palma anzusehen. Mein erstes Ziel ist der Königspalast „La Almudaina“. Aber erst einmal muss ich überlegen, wo ich heute entlanggehe, damit ich nicht dieselben Routen nehme wie die letzten Tage.

Stimmt, da war ja noch etwas. Diese herab zeigenden Hände hatte ich schon vor zwei Tagen entdeckt. Damals war ihr aber so viel los, dass ich sie nicht gut fotografieren konnte. Also schnell ein kurzer Schnappschuss und weiter geht’s. Aktuell ist hier noch sehr wenig los.

Ich bin schon angekommen. Und wie es scheint, stehen hier nicht viele Menschen an. Gegenüber, bei der Kathedrale, sieht das aktuell anders aus. Aber erst einmal muss ich ein Ticket kaufen und durch die Sicherheitskontrolle.

Wow, das ist wirklich schick gemacht hier. Die Räume sind einfach, aber schön ausgestattet. Es gibt überall kleine Hinweise, wofür der Raum diente. Aber ich hätte mit den Audioguide mitnehmen sollen.

Hier mal ein paar historische Fakten zu dem Königspalast, da die Ursprünge für das Bauwerk bereits bis in die römische Epoche zurückreichen.
- Ursprung als römische Wehranlage.
- Der Name „Almudaina“ stammt aus dem Arabischen und bedeutet „Zitadelle“.
- Im 10. Jahrhundert Errichtung eines maurischen Alcázar als Sitz des Emirs.
- Ursprünglich direkte Lage am Meer – Anreise per Schiff möglich.
- 1229: Eroberung Mallorcas durch König Jaume I. von Aragón – zunächst Vernachlässigung des Baus.
- 1303–1311: Umbau durch König Jaume II. zum christlichen Königspalast.
- Zentrum des Königreichs Mallorca bis 1349.
- Spätere Nutzung durch die Könige von Aragón und Spanien.
- Architektonische Erweiterungen:
- 14. Jahrhundert: Errichtung der heutigen Grundstruktur.
- 16. Jahrhundert: Hinzufügung des Obergeschosses unter Kaiser Karl V..
- 1578: Einsturz des Dachs der Großen Halle; anschließend Einbau der Audienzhalle (unten) und des Thronsaals (oben).
- 1395: Aufenthalt des Alchemisten Jaume de Lustrac im Engelsturm.

Interessant finde ich auch, dass der Palast aktuell immer noch genutzt wird. Er ist derzeit eine Sommerresidenz für den spanischen König. Auch dazu habe ich ein paar Informationen gefunden.
- Offizielle Sommerresidenz der spanischen Königsfamilie.
- Beherbergt die Capitania General (Militärkommandantur) der Balearen.
- Regelmäßige Wachablösung in historischen Uniformen:
- Jeden letzten Samstag im Monat (außer Juli & August).

10:45 Uhr: Ich bin schon durch. Laut einer Information bei Google Maps soll man für die Tour vier Stunden benötigen. Das ist aber totaler Unsinn, denn selbst mit Audioguide würde man nur eine Stunde benötigen. Nun ja, dann habe ich jetzt noch etwas Zeit und werde noch eine kleine Tour durch die Altstadt unternehmen.

Ich habe aktuell wirklich das Gefühl, dass ich mir hier schon jede Gasse angesehen habe. Ich bin schon wieder am zentralen Platz gelandet, wo der alte Olivenbaum steht. Nun, dann nutze ich das gleich mal und lege eine kurze Pause ein.

Ich kann nur sagen, es war im Nachhinein wirklich eine sehr gute Idee, so zeitig loszumachen. Aktuell füllen sich hier die Gassen mit Touristen. Ich vermute mal, dass gerade die Kreuzfahrtschiffe ihre Passagiere ausgeladen haben.

Das Wetter scheint sich gerade aufzuklaren. Ich schlendere jetzt einfach noch etwas durch die Gassen, die Geschwindigkeit etwas herausnehmen und mal meine Notizen zusammenfassen. Ich habe nämlich die letzten drei Tage getestet, wie es ist, wenn man fastet. Dazu mache ich später noch einen Beitrag, sobald ich das Thema für mich verifiziert habe.

12:00 Uhr: Ich bin gerade an der großen Markthalle angekommen. Das war zwar nicht geplant, aber wenn ich schon mal hier bin, werfe ich auch gleich mal einen Blick hinein. Vielleicht finde ich auch eine Kleinigkeit zu essen, auf das ich Appetit haben könnte.
Ich sehe schon, hier gibt es wirklich, wie in den meisten Markthallen in Spanien, ein sehr gutes Angebot. Auch kleine Tapas-Bars findet man verstreut in dieser. Im oberen Bereich gibt es noch einen Supermarkt, also der perfekte Ort, um Lebensmittel einzukaufen. Und ich habe sogar eine Kleinigkeit zu essen gefunden, ein koreanisches Gimbab mit frittiertem Kimchi, frisch zubereitet. Sehr lecker 😋

13:45 Uhr: Nach einer kleinen Pause starte ich jetzt zu meinem nächsten Ziel für heute. Das
Poble Espanyol de Mallorca ist ein Freilichtmuseum, in dem man verschiedene Baustile, die man in Spanien antrifft, nachgebaut hat. Das Ganze war inspiriert vom Poble Espanyol de Barcelona, welches ich mir schon in der Vergangenheit angesehen habe. Dann mal los und ich versuche auch ein paar neue Ecken abzulaufen.

14:15 Uhr: Ich bin schon angekommen. Hier scheint aktuell wirklich gar nichts los zu sein. Selbst das Kassenhäuschen ist nicht besetzt. Die Kassiererin scheint in spanischer Gelassenheit gerade ein Gespräch mit zwei Besuchern zu führen. Auch das kann in Spanien immer wieder passieren. Wenn sich Spanier miteinander unterhalten, kann das dauern 😂.

Wow, ich bin begeistert. Ich erkenne viele der Gebäude wieder, da ich diese in der Vergangenheit schon mal besucht hatte. Allerdings hat man es nicht detailgetreu wieder aufgebaut wie bei seinem großen Bruder in Barcelona.

Hier mal ein paar Infos, die ich vorher recherchiert habe.
- Errichtet 1967 als architektonisches Freilichtmuseum im Stil eines „Spanien im Kleinen“.
- Entworfen von Fernando Chueca Goitia als Teil eines staatlich geförderten Kulturnationalismus unter Franco.
- Kombination verschiedener spanischer Baustile (maurisch, gotisch, barock) in 72 stilistischen Synthesen, keine exakten Kopien.
- Verwendung traditioneller Materialien und Techniken, über 150 Handwerker beteiligt.
- Diente zunächst als propagandistisches Instrument zur Tourismusförderung und zur Vermittlung nationaler Einheit.
- Seit den 1970er-Jahren zunehmende Nutzung als Event- und Kulturort.
- Heute Veranstaltungsort für Kongresse, Kunst-Events und Konzerte; bietet zudem interaktive Ausstellungen und wissenschaftliche Kooperationen.
- Kritisch diskutiert wegen kommerzieller Ausrichtung und historischer Inszenierung.
- Jährlich rund 240.000 Besucher, überwiegend Touristen und Eventgäste.

Es macht wirklich Spaß, hier durch dieses kleine spanische Disneyland zu laufen. Allerdings haben noch viele der Geschäfte, Restaurants und Cafés geschlossen. Dadurch wirkt das Ganze wie ausgestorben.
Wenn aber jemand mal plant, eine Hochzeit in Spanien zu feiern, wäre das hier genau die richtige Location. Räumlichkeiten und schicke Fotospots gibt es hier genügend. Und der Ort scheint beliebt für Hochzeiten zu sein.

15:15 Uhr: Ich werde jetzt noch eine Runde in Richtung City laufen. Mal schauen, was ich auf dem Weg noch so finde. Erst einmal geht’s in Richtung eines Parks der sich unterhalb der ehemaligen Stadtmauern befindet.
Oh, ich sehe gerade, hier gibt es weitere Mühlen. Diese stehen direkt oberhalb der Straße, die am Hafen vorbeiführt. Zum Teil sind sie aber auch schon stark zerfallen.

Bin schon am Park angekommen und man hat von hier einen tollen Blick auf die Kathedrale. Kein Wunder, dass hier so viele Menschen sind, um dieses Fotomotiv zu bekommen. Das ist hier ein schöner Fotospot.

Na, da werde ich gleich mal prüfen, ob die Zeit stimmt. In dem Park habe ich gerade diese Sonnenuhr entdeckt. Aber so richtig checke ich das Teil nicht. Eigentlich müsste es eine Stunde später sein. Moment mal, wir haben Sommerzeit. Die gab es früher nicht 😂.

Auch interessant, wie viel Stauraum unten in den öffentlichen Mülleimern hier ist. Ich sehe nämlich gerade, wie ein Müllabfuhr-Fahrzeug einen dieser Container aus dem Boden hebt. Das wäre vielleicht auch eine Lösung für unsere Städte, bei denen gefühlt alle Mülleimer immer gnadenlos überfüllt sind.

Hmmm, ich glaube, ich habe doch noch eine Ecke gefunden, in der ich bisher nicht war. Das Gebäude kommt mir auf jeden Fall nicht bekannt vor und auch der Platz hier in der Nähe ist mir unbekannt. Sieht aber wirklich schick aus und ist scheinbar von Touristen auch nicht überlaufen. Vielleicht ein Geheimtipp?

16:45 Uhr: Ich mache wieder zurück ins Hotel. Die Füße qualmen schon wieder. Ich gehe noch ein wenig im Zickzack, da es hier doch noch die eine oder andere Gasse gibt, die ich mir bisher nicht angesehen habe.
Stimmt, davon wollte ich auch noch ein Foto machen. Dieses Mosaik aus Kacheln habe ich heute früh schon gesehen. Da war ich aber auf der anderen Straßenseite. Morgen muss ich im Übrigen etwas eher aufstehen. Ich will mir noch zwei Naturhighlights auf Mallorca ansehen.

03.04.2025 Mallorca: Stalaktiten, Stalagmiten & klassische Musik
08:00 Uhr: Heute habe ich eine längere Busfahrt vor mir. Das Ziel sind zwei Höhlen im Osten von Mallorca. Deswegen muss ich etwas eher starten, damit ich alles entspannt schaffe. Erstes Ziel ist der Busbahnhof.
Es ist aktuell sehr ruhig in den Straßen. Die meisten Geschäfte haben noch geschlossen. Nur hier und da ist ein Café mit Bäckerei geöffnet. Die Bürgersteige sind faktisch noch hochgeklappt 😂.

Stimmt, da war noch was. Am Plaça d’Espanya hatte ich diese Uhr gesehen. Es ist eigentlich ein meteorologisches Messehäuschen, welches 1913 hier aufgestellt wurde. Es misst sowohl die Temperatur als auch den Luftdruck. Und es ist das Älteste der Stadt. Echt schick.

08:30 Uhr: Los geht’s. Der Bus steht schon da. Es scheinen aktuell auch nur wenige Passagiere mitzufahren. Fix einchecken. Mit dem Smartphone kein Problem. Auf dem Display beim Busfahrer wird auch angezeigt, ob es funktioniert hat.

10:00 Uhr: Ich bin schon angekommen. Und scheinbar ist hier noch niemand. Aber das Tor ist schon offen und eigentlich müsste die Höhle „Hams‘ Caves“ auch bereits geöffnet sein. Ich laufe mal fix vor zu dem Ticketschalter. Eigentlich habe ich mein Ticket erst für 11 Uhr gebucht, aber ich versuche etwas früher in die Höhlen zu kommen.

Wunderbar, hat problemlos geklappt. Jetzt wird noch schnell ein Foto von mir geschossen, welches ich später kaufen kann. Da muss ich gerade daran denken, dass so etwas in Japan aktuell kostenfrei an manchen Orten angeboten wird. Die Nachfrage ist dafür einfach nicht mehr vorhanden, seitdem man problemlos Selfies machen kann.

Es gibt scheinbar zwei Höhleneingänge. Wir werden in die Erste geführt. Okay, hier wird uns erst einmal ein Film gezeigt. Über diesen erfahren wir ein paar grundlegende Infos zur Höhle und deren Entdeckung.

Jetzt geht es weiter, ein paar Stufen hinauf. Wow, das ist wirklich eine pragmatische Lösung. Man verwendet einfach die Höhleninnenwand als Leinwand und zeigt uns einen weiteren Film.

Wir sind mit der ersten Höhle bereits durch. Spektakulärer soll jetzt die Zweite werden. Aber zuvor müssen wir noch etwas warten. Hier geht es wahrscheinlich immer noch schubweise hinein.

Wow, ich bin gerade wirklich sprachlos. Das sieht alles richtig schön aus. Hier deswegen mal ein paar Fakten zu den Hams‘ Caves (Coves dels Hams).
- Bedeutung des Namens: „Hams“ bedeutet auf Mallorquin „Angelhaken“ oder „Harpunen“, benannt nach den charakteristisch hakenförmigen Stalaktiten.
- Entdeckung: Am 2. März 1905 durch Pedro Caldentey Santandreu während der Suche nach Onyx-Steinen.
- Besonderheit der Entdeckung: Erste Höhlen Spaniens, die ab 1910 öffentlich zugänglich gemacht wurden.
- Beleuchtung: Bereits vor der Elektrifizierung von Porto Cristo entwickelte Pedro Caldentey ein eigenes elektrisches Beleuchtungssystem mit Wassermühle, Dynamo und Teich zur Stromerzeugung. Die heutige moderne LED-Beleuchtung wurde später von seinem Sohn Lorenzo Caldentey installiert.
- Geologisches Alter: Mehrere Millionen Jahre alt.

Gesteinsformationen:
- Wachstumsgeschwindigkeit der Tropfsteine: ca. 1 cm in 30 Jahren.
- Ungewöhnliche, baumartig gewachsene Stalaktiten in Hakenform.
- Teilweise zusammengewachsene Stalaktiten und Stalagmiten bilden steinerne Säulen.
- Tropfsteine mit kupferbrauner und rostroter Färbung durch Kupfer- und Eisensalze.

Wir sind gerade an dem unterirdischen See angekommen. Auf diesen steht eine Galeere und die Höhle wird gerade abgedunkelt. Oha, auch hier gibt es jetzt eine klassische Musikdarbietung, bei der erneut die Höhlenwände als Projektionsflächen verwendet werden.
Ich glaube, hier versucht man gerade der bekannteren Höhle, der „Cuevas del Drach“, nachzueifern. Ich kann das später aber noch beurteilen, da auch diese Höhle für heute auf meiner To-do-Liste steht.

11:15 Uhr: Ich bin durch und mache mich jetzt auf den Weg zu meinem zweiten Ziel, der Drachenhöhle (Cuevas del Drach). Zu Fuß ist diese 40 Minuten von meinem jetzigen Standort entfernt. Dann mal los. Hmmm, der Weg scheint ja wirklich an der Hauptstraße entlangzuführen. Aber er ist zum Glück gut ausgebaut.
Ich bin bereits in dem Ort bei der Höhle angekommen. Ich schaue mal, ob ich auf dem Weg ein Café finde. Hmmm, hier scheint alles wie ausgestorben zu sein. Das hat aber gar nichts mit dem zu tun, was mir das große Werbeplakat auf dem Weg hierher suggeriert hat. Auf diesem wurde der Ort als äußerst lebhaft dargestellt.

11:45 Uhr: Ich bin bereits am Ziel angekommen. Ich habe jetzt richtig viel Zeit, da mein Ticket erst für 14 Uhr gilt. Dies umzubuchen lohnt sich auch nicht. 12 Uhr startet bereits die nächste Tour und danach erst wieder 14 Uhr. Aber hier gibt es ein großes Café. Da werde ich gemütlich die Zeit herumbekommen.

13:00 Uhr: Ich schaue schon mal nach, wo sich der Eingang befindet. Okay, hier scheint normalerweise mehr los zu sein. Der Wartebereich ist um einiges größer als bei den „Hams‘ Caves“. Aber aktuell ist noch niemand hier. Dann werfe ich doch mal einen Blick auf die Küste, die sich gleich hier hinter dem Eingang befindet.

13:45 Uhr: Jetzt scheint es loszugehen. Und ich bin überrascht, der Wartebereich ist wirklich komplett gefüllt. Die Tickets werden an einem Scanner geprüft, wie dieser auch beim Einstieg in ein Flugzeug üblich ist. Das wirkt hier alles sehr professionell. Aber die Menschenmassen beunruhigen mich gerade etwas 😳.

Ich bin sprachlos. Das Teil ist wirklich der Wahnsinn. Ich fühle mich zum Teil wie in der Sagrada Família. Wenn sich Gaudi hier hat inspirieren lassen, würde mich das nicht wundern. Passt nur leider zeitlich nicht.

Hier mal ein paar Fakten zu der Drachenhöhle, die ich vorab recherchiert habe.
- Länge: Über 1.700 Meter begehbare Strecke.
- Entdeckung:
- Bereits in der talayotischen Kultur (1200–123 v. Chr.) bekannt.
- Erste schriftliche Erwähnung im Jahr 1339 bei einer Expedition des Gouverneurs von Mallorca.
- Wissenschaftliche Erkundung ab 1880 durch M.F. Will.
- 1896: Entdeckung des unterirdischen Martelsees durch Édouard Alfred Martel.
- Mythologie: Der Name „Drachenhöhle“ stammt von mittelalterlichen Legenden über versteckte Schätze, die von einem Drachen bewacht werden.
- Touristische Erschließung:
- Ausbau zur Besucherhöhle ab 1922 durch Joan Servera Camps.
- 1935: Offizielle Eröffnung mit Infrastruktur (Zugänge, Stufen, elektrische Beleuchtung).

- Geologie:
- Entstanden durch Korrosion pliozäner Kalksteinschichten über Millionen Jahre.
- Tropfsteine wachsen ca. 1 cm pro Jahrhundert.
- Mineralische Einlagerungen (Kupfer, Eisen) erzeugen türkis-blaue Verfärbungen.
- Bekannte Formationen: Monte Nevado, Dianas Bäder.
- Mikroklima:
- Lufttemperatur: Konstant 18–21 °C.
- Luftfeuchtigkeit: Etwa 80 %.
- Hydrologie:
- Martelsee: 177 m lang, bis zu 40 m breit, 9 m tief.
- Teil eines Grundwasserleiters, verbunden mit dem Mittelmeer.
- Wassertemperatur: Konstant 17 °C.
- Ökologie: Endemische Springschwanz-Arten und biolumineszierende Pilze in der „Cueva Negra“.
- Kulturelle Bedeutung: Inspiration für Jules Verne („Die geheimnisvolle Insel“).
- Wirtschaftlicher Einfluss:
- Jährlicher Umsatz: 28 Mio. €.
- 15 % des Umsatzes werden in Naturschutzprojekte investiert.
- Über 200 direkte Arbeitsplätze in der Umgebung.

Ich kann nur sagen, ich bin einfach überwältigt. Auch die Massen verlaufen sich hier optimal. Die Wege sind breit genug. Hier und da sehe ich noch die alten Wege. War bestimmt früher auch interessant hier durchzulaufen, zumal die Wege mehr gewunden scheinen.

Wir durften gerade einem Quartett lauschen, welches klassische Musik spielte. Die Stücke wurden von einer Gondel aus gespielt, während diese auf dem unterirdischen See entlangfuhr. Die Akustik war super.
Ordner haben dabei aufgepasst, dass niemand filmt oder fotografiert. Finde ich gut. Man soll schließlich den Klängen lauschen. Und Blitzlichter hätten wahrscheinlich auch die Musiker abgelenkt. Also ganz klar, gute Entscheidung 👍.

Jetzt gehe ich weiter am unterirdischen See entlang. Ich hätte auch mit dem Boot fahren können. Darauf habe ich aber keine Lust gehabt. Und ich sehe gerade, das wäre auch nur ein kurzes Stück gewesen.

15:00 Uhr: Ich bin wieder draußen. Die Tour hat gut eine Stunde gedauert. Und ich verstehe, warum diese Höhle so populär ist. Sie hat es verdient. Ein klares Highlight hier auf Mallorca. Aber ich würde immer beide Höhlen empfehlen, wobei man die „Hams‘ Caves“ zuerst machen sollte, um später nicht enttäuscht zu sein.

16:00 Uhr: Ich fahre jetzt zurück nach Palma. Auf dem Weg zur Haltestelle habe ich mir noch mal den Küstenort „Porto Cristo“ angesehen. Der ist wirklich überschaubar. Und wenn man entspannen möchte, mit Sicherheit eine Empfehlung.

17:15 Uhr: Ich bin wieder zurück in Palma. Ich kann nur sagen, mit dem Bus Mallorca zu erkunden, ist wirklich super. Die Fahrpreise sind richtig günstig. Und von Palma aus erreicht man auch die meisten Ziele bequem.
Das Reisen mit dem Bus entschleunigt zudem extrem. Und die Website von „tib.org“ hilft ungemein dabei zu sehen, wo sich der Bus gerade befindet, auf den man wartet. Zusätzlich hat man im Bus auch die Möglichkeit, sein Smartphone via USB aufzuladen. Was will man mehr 😂.

Ich werde jetzt noch etwas essen gehen. Ich habe da bereits einen Laden entdeckt, den ich schon aus Barcelona kenne. Ramen kann man da zwar nicht essen, aber Katsu Chicken war dort gut. Danach gehe ich noch eine Runde durch die Altstadt bummeln, bevor ich für heute Schluss mache. Das waren viele Impressionen heute. Es hat sich gelohnt, zeitiger aufzustehen.
Damit schließe ich auch diese Reise ab. Morgen geht es zurück nach Deutschland.


